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Mit einem historischen Exkurs lenkt Café-Karussell-Macher Michael Holy im März die Aufmerksamkeit auf zwei besonders interessante, politisch engagierte schwule Widerstandskämpfer aus der Zeit der Weimarer Republik.
Am 3. März steht Kurt Hiller im Fokus. Bereits in den früher 1920ern veröffentlichte er die Kampfschrift „Paragraf 175 – Schmach des Jahrhunderts“ und prägte damit die Arbeit von Magnus Hirschfelds Wissenschaftlich Humanitären Komitees WHK. Darüber hinaus war Hiller als literarischer Expressionist bekannt. Als Pazifist, Sozialist, Jude und Schwuler wurde Hiller 1933 als erster Homosexueller inhaftiert und dann ausgebürgert. Nach seiner Rückkehr 1949 engagierte er sich weiterhin schwulenpolitisch. Geoutet hat sich Hiller absurderweise erst 1969, in seiner Autobiografie „Leben gegen die Zeit“.
Am 17. März geht’s in einer weiteren Veranstaltung um den Karikaturisten und Anarchisten John Olday. Wie immer öffnet Switchboard-Gastgeber Peter gegen 14:30 Uhr die Türen und serviert selbstgebackenen Kuchen und Getränke.
3. und 17.3., Switchboard, Alte Gasse 36, Frankfurt, 14:30 Uhr, schwule-senioren-frankfurt.de/cafe-karussell.html