Foto: Die Mainsirenen
Wegen des großen Erfolgs, den der Frankfurter Schwulenchor im November mit seinem Programm „Schwuler Mann – was nun?“ feierte, gibt’s im März ein Zusatzkonzert im Gallus Theater.
„Schwuler Mann – was nun?“ ist eine Art Bestandsaufnahme, ein Status Quo nach 40 Jahren Chorarbeit.
Natürlich geht’s ums Altern, aber vor allem um die Entwicklung der Community. „Aggressionen gegen Schwule nehmen zu, kommen heute aber nicht nur (wie immer schon) von der rechten Seite und von religiösen Fanatikern, sondern auch aus dem Inneren unserer queeren Bewegung, wo manche aus LGBTQ+ den Buchstaben G am liebsten ganz entfernen möchten“ heißt es zugegeben etwas provozierend im Ankündigungstext.
Alte Menschen neigen dazu, die Vergangenheit zu glorifizieren und der honigsüßen Versuchung der Nostalgie auf den Leim zu gehen. Zum Glück tun die Mainsirenen genau das nicht! Sie begnügen sich nicht mit Beleidigtsein, sondern rappeln sich auf und erkennen, dass wir nur eine Chance haben: Sich dem Neuen zu stellen, offen zu sein und mit der Erfahrung, die nur ältere Menschen haben, sich zu behaupten und einen neuen Platz zu finden. Und im Übrigen hat Humor schon immer geholfen, knifflige Situationen zu meistern.
Das Mainsirenen-Programm klingt daher frisch und unverbraucht – macht Spaß!
Foto: Aqueerious
Aqueerious
Als Gäste sind diesmal „Aqueerious“ dabei. Der queere Chor aus Mittelhessen feierte im vergangenen Jahr sein 30-jähriges Jubiläum. In Frankfurt wird Aqueerious eigene Klassiker und neue Stücke präsentieren – von „Ist es schwul, ja?“ bis zu „Nimm‘ die Pfoten weg“.
7.3., Gallus Theater, Kleyerstr. 15, Frankfurt, 20 Uhr, gallustheater.de, mainsirenen.de