Foto: Nils Heck
Max Koltei
Das „Lila Lied“, die erste Hymne der Homosexuellen, geschrieben 1920, gilt noch immer als Festgesang für alle, die nicht nur im „Gleichschritt der Moral“ lieben und leben wollen.
Geschrieben wurde „Das lila Lied“ vom Schlager-Texter Kurt Schwalbach, der bis in die späten 1950er populäre Lieder für Evelyn Künnecke, Zarah Leander oder Freddy Quinn schrieb. Als Komponist wurde Arno Billing angegeben; hinter dem Pseudonym steckt Mischa Spoliansky, einer der erfolgreichsten Kabarett-Komponisten der Weimarer Republik.
Ausgehend vom „Lila Lied“ flicht Schauspieler Max Koltai weitere Chansons und Gedichte zu einem Liederabend über Liebe, Rausch, Lust und Queerness der letzten 100 Jahre – von Wedekind bis Reinald Goetz, von Spoliansky bis Rosenstolz. Die Begleitung am Klavier und an der Klarinette übernimmt Amin Ebrahimi.
„Lila Lieder“ läuft in der Reihe „Machen“, in der Ensemblemitglieder des Stadttheater Gießen ganz persönliche Theaterabende gestalten.
1. und 12.3., Stadttheater Gießen, Südanlage 1, Gießen, 18 Uhr (12.3., 20 Uhr) stadttheater-giessen.de