Foto: Wango Deligiannis
Vanessa P.
„Viel Lärm um nichts“ wird meiner Meinung nach über das Thema „Gendern“ gemacht. Ich finde, dass es nur ein Mittel ist, um alle Menschen anzusprechen und mitzunehmen. Viele Worte im Deutschen sind männlich geprägt. Wenn wir zum Beispiel „Bürger“ sagen, denken viele zuerst an Männer. Andere Menschen sollen sich zwar mitgemeint fühlen, tauchen aber nicht direkt auf. Genau hier setzt Gendern an. Mit Formen wie Bürger*innen, Schüler*innen, Mitarbeitende oder Lehrer*innen wird klar: Es geht um alle.
Ehrlich gesagt fällt es mir auch manchmal schwer, aber nur, weil ich aus Gewohnheit die männliche Form benutze. Aber es ist verständlich, dass neue Sprachformen Zeit brauchen. Niemand spricht oder schreibt von heute auf morgen perfekt gegendert. Aber Gendern verlangt auch keine Perfektion. Es geht nicht darum, jedes Wort richtig zu sprechen oder zu schreiben. Es geht darum, ein Bewusstsein dafür zu entwickeln.
Sprache hat sich schon immer verändert und entwickelt. Wörter kommen dazu, andere verschwinden. Gendern ist Teil dieser Entwicklung. Es ist ein Versuch, Sprache an eine vielfältige Gesellschaft anzupassen. Gendern ist nicht übertrieben und spaltet auch nicht, wie so viele behaupten. Im Gegenteil. Ich finde, dass Gendern verbindet und zur Realität zählt. Wir alle haben die Verantwortung, Entscheidungen zu treffen, ob wir Menschen ausgrenzen, oder ob respektvoller miteinander kommuniziert wird. Es geht darum, wachsam zu sein, um mit einem kleinen Schritt der Gleichberechtigung näher zu kommen.
Und ich werde mir auch weiterhin Mühe geben, richtig zu gendern.
And You Already Know: Nobody Is Perfect, Darlings!