Foto: Markus Tiarks, mit freundlicher Genehmigung von missingFILMS
Die Veranstaltungsreihe zu 50 Jahren queeren Film- und Kinokultur Frankfurts geht in die nächste Runde. Jede Ausgabe der Reihe setzt einen Schwerpunkt – im April wird dies unter anderem der kürzlich gestorbene Regisseur Rosa von Praunheim sein.
Rosa von Praunheim war bis ins hohe Alter eine der schillerndsten Figuren der deutschen Schwulenbewegung. Von Praunheim verbrachte lange Zeit seiner Jugend in Frankfurt und studierte an der HfG Offenbach, bevor er nach Berlin ging.
Am 16. April lädt das Pink Moments Kurator*innenteam ins Kino des Deutschen Filmmuseums zu einem Abend voller „Praunheim Memories“ – angelehnt an Rosas gleichnamigen Film von 2014, in dem der Regisseur sich sein eigenes Denkmal gesetzt hat und Einblicke in seine Lebensgeschichte und sein künstlerisches Universum gibt. Gunter Deller vom Mal seh’n Kino stellt den Film vor.
Im Anschluss gibt es ein Film- und Gesprächsprogramm in Erinnerung an Rosa von Praunheim. Dazu gehört die Welturaufführung von Elfi Mikeschs Foto-Kurzfilm „Rosas Himmel“. Mikesch war eine Freundin von Praunheims und seit den 1960ern Weggefährtin sowie Kamerafrau bei vielen Praunheim Filmen.
Gezeigt wird außerdem ein kurzer Ausschnitt aus von Praunheims legendären Debütfilm „Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt“; ein Film, der heute als der Beginn der deutschen Schwulenemanzipationsbewegung gilt. In der anschließenden Gesprächsrunde ist neben Evi Mikesch auch der Frankfurter Sexualwissenschaftler Martin Dannecker vor Ort; Dannecker war Mitautor von „Nicht der Homosexuell ist pervers …“.
Pink Moments zeigt im April im DFF noch weitere spannende Filme; unter anderem die vielfach ausgezeichnete Doku „Before Stonewall“ aus dem Jahr 1984 zu den Umständen der Stonewall Riots (17.4., 17:30 Uhr), oder der lange Kurzfilmabend „Ich liebe dich“, eine „eklektische Ausschweifung“ mit Kurzfilmen queerer Ikonen (17.4., 20:30 Uhr).
Pink Moments ist eine Veranstaltung des Frankfurter „Arbeitskreis Queere Stadtgeschichte“, eine Initiative, die sich der Erforschung, Dokumentation und Sichtbarmachung der LSBTIQ*-Geschichte in Frankfurt widmet.
16.4., Kino im Deutschen Filmmuseum, Schaumainkai 41, Frankfurt, 18 Uhr, dff.film, instagram.com/faqs_queerestadtgeschichteffm/