Foto: DFF / Southern Lights Festival
„NINXS“
Im Oktober lohnen ein Blick ins Programm und Besuche des Kinos im Deutschen Filminstitut und Filmmuseum DFF besonders: Zum Beispiel ist am 13. Oktober die Entertainerin Maren Kroymann zu Gast. Sie stellt persönlich die absolut sehenswerte und längst überfällige Doku „Was haben wir gelacht“ von Eva Müller und Isabel Schneider vor. Der Film dokumentiert Frauenbilder und die Rolle von Entertainerinnen in der deutschen Fernsehunterhaltung der 1990er und entlarvt einen toxischen Filz aus Humor, Macht und plumpem Machismo. Mit heutigen Augen betrachtet ist das zum Fremdschämen, es war aber trotzdem prägend für ganze Generationen.
Unter dem Titel „Trans New Weird“ richtet eine Filmreihe den Fokus auf Jane Flannery Schoenbrun. Die New Yorker nichtbinäre Transperson wird als eine der spannendsten neuen Stimmen des Queer Underground Cinema gehandelt – mit einem deutlichen Schwerpunkt auf Horror-, Splatter- und Slasherfilmen.
Gezeigt werden drei Werke, deren Titel den Inhalt erahnen lassen: „We’re all going to the World’s Fair“ aus dem Jahr 2021, der kultige „I saw the TV glow“ von 2024 und „Teenage Sex & Death at Camp Miasma“ aus diesem Jahr. Ergänzt wird die Reihe mit drei weiteren Horrorfilmen von Trans-Regisseur:innen oder mit trans-Thematiken.
Foto: DFF / Southern Lights Festival
„Elephants in the Fog“
Weniger blutrünstig sind drei queere Filme im Programm des „Southern Lights“-Festivals, den Festspielen für das Kino des globalen Südens (23. – 28. Oktober). Im spannenden nepalesischen Krimi „PoojaSir“ untersucht Ermittlerin Pooja Thapa die Entführung zweier Jungen und sieht sich dabei nicht nur konfrontiert mit den politischen Unruhen und gesellschaftlichen Spannungen im Land, sondern auch mit Homophobie und ethnischer Diskriminierung (24.10., 18 Uhr).
Ebenfalls aus Nepal kommt das Drama „Elephants in the Fog“: Die Transfrau Pirati ist Anführerin einer Kinnar-Gemeinschaft, einer traditionellen spirituellen Gruppe von Transgender und Menschen des dritten Geschlechts. Als eine Frau aus der Gruppe verschwindet, wird die Suche zu einer Auseinandersetzung mit Freiheit, Zugehörigkeit und Verantwortung (26.10., 20 Uhr)
Regisseur:in Kani hat für „NINXS“ acht Jahre lang die Transition der 15-jährigen Karla begleitet, die einer mexikanischen Kleinstadt am Fuße des heiligen Berges Tepozteco lebt (25.10., 18 Uhr).
Kino im DFF, Schaumainkai 41, Frankfurt, alle Infos über dff.film/kino/