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Amal ist Französischlehrerin an einer Schule in Brüssel. Sie möchte bei ihren Schüler:innen nicht nur die Begeisterung für Literatur wecken, sondern vor allem gegenseitige Akzeptanz lehren und den Mut, die eigene Stimme zu erheben. Ihr ambitionierter Unterricht trifft auf harte Realität: insbesondere einige ihrer Schüler samt Eltern sowie einige ihrer Kollegen mit Verbindungen zum islamischen Extremismus lehnen Amals Ideen ab – der kleinste Funke scheint bereits ein Pulverfass zu zünden.
Doch Amal gibt nicht auf: sie verteidigt die Unterrichtslektüre eines Buchs des muslimischen und offen homosexuellen Autors Abū Nuwās, wehrt sich gegen „besorgte Eltern“, die eine schwarze Bücher-Liste mit „perversen Werken“ erstellen möchte, oder muss eine Schülerin verteidigen, die von ihren Mitschüler:innen wegen ihrer sexuellen Orientierung gemobbt wird.
Regisseur Jawad Rhalibs Filmdrama über Homophobie, religiöse Intoleranz und die Folgen von Multikulturalismus behandelt brisante Themen und wird durch die fast dokumentarisch wirkende Inszenierung noch unmittelbarer, unbequemer und aufreibender.
30.9., Switchboard, Alte Gasse 36. Frankfurt, 20 Uhr, facebook.com/switchboard.frankfurt