Foto: Rise and Shine Cinema
Sun LaBeija im Film „The Beauty of Ballroom“
Für Teddy, Xyza und Sun ist Voguing mehr als ein Tanzstil: Die Voguing-Community als Wahlfamilie bedeutet Zuflucht vor Homophobie, Transfeindlichkeit, Rassismus und HIV-Stigmatisierung.
Die singapurische Regisseur:in Chan Sze-Wei hat drei Queers aus Thailand, den Philippinen und Malaysia begleitet, die nach dem Vorbild der schwarzen und lateinamerikanischen Ballroom-Kultur in ihren eignen Heimaten eigene Ballroom-Communitys gegründet haben.
Der Film macht deutlich: Voguing ist immer auch politisch: „Du kannst nicht voguen ohne ein konkretes Ziel oder eine Absicht zu haben“ erklärt Sun, der Voguing nicht nur im Wettbewerb-Kontext nutzt, sondern auch Solo-Performances kreiert, in denen er seine eigene Geschichte verarbeitet. Als Kind einer Thailänderin und eines Norwegers spiegeln sich seine kulturellen Einflüsse im Tanzstil wider.
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Die Doku kombiniert Aufnahmen der euphorischen Ballroom-Atmosphäre mit fast nüchternen Alltagsszenen und vielen Gesprächen.
Darüber hinaus inszeniert Chan Sze-Wei als Dokumentar- und Experimentalfilmer:in im Bereich Tanz immer wieder poetische Tanzszenen im Großstadt-Alltag oder in der Natur.
Damit bleibt der Film nicht an der Oberfläche der glamourösen Auftritte, sondern setzt sich intensiv mit dem globalen Phänomen der Ballroom-Communitys auseinander. Ein empowerndes Plädoyer für queere Selbsthilfe, queere Selbstbehauptung und die Stärke der Gemeinschaft. This is a full Ten of Ten!
„The Beauty of Ballroom“ von Chan Sze-Wei, Filmstart am 24.9.
Preview am 19.9., Caligari Filmbühne Wiesbaden, 20 Uhr, inklusive Performance und Gespräch mit Aurora Sun LaBeija und Freunden.
Weitere Specials: 24. + 27.9. Rex Programmkino Darmstadt / 26. + 27.9. im Mal seh’n Kino Frankfurt, jeweils mit Produzent:in Yasmin C. Rams, riseandshine-cinema.de/the-beauty-of-ballroom/