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Oktoberfest
Es kommt selten vor, dass ein Wiesnwirt freiwillig seinen Platz auf dem traditionsreichen Münchner Oktoberfest abgibt. Immerhin gilt ein solches Zelt als Garantie für Millionen-Umsätze. Doch Corona hat jetzt auch auf der Theresienwiese ein erstes Opfer gefordert. Ausgerechnet die Familie Heide, die in ihrem Bräurosl-Zelt seit Jahrzehnten den weltweit bekannten Gay Sunday beherbergt, zieht sich nach 83 Jahren zurück. Nach der Oktoberfest-Absage in diesem Jahr und einer unsicheren Lage im nächsten, sei das finanzielle Risiko nicht mehr überschaubar, so die Wirtsleute bei einer Pressekonferenz. Sie wollen sich jetzt ganz auf ihr Stammhaus in Planegg konzentrieren, wo umfangreiche Renovierungsarbeiten und Neubauten anstehen.
Die Brauerei Paulaner Hacker-Pschorr, der das Bräurosl-Zelt gehört, muss sich nun einen neuen Festwirt suchen. Aussichtsreiche Bewerber stehen bereits in den Startlöchern. Für die Community bleibt nur zu hoffen, dass sie die queere Tradition des Gay Sunday fortführen.