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Verleihung Verdienstorden NRW 2026
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Verleihung Verdienstorden NRW - Ralph Morgenstern
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Verleihung Verdienstorden NRW - Carolina Brauckmann
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Verleihung Verdienstorden NRW - Jochen Saurenbach
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Verleihung Verdienstorden NRW - Ricarda Hofmann
Große Ehre für den unermüdlichen Einsatz im Westen: Das Land Nordrhein-Westfalen hat 15 herausragende Persönlichkeiten mit dem Verdienstorden des Landes ausgezeichnet. Sie alle eint ihr jahrelanges, oft kräftezehrendes Engagement für die Gleichstellung, Sichtbarkeit und gesellschaftliche Anerkennung von LGBTIQ*s.
Ministerpräsident Hendrik Wüst würdigte die Ausgezeichneten im Rahmen einer feierlichen Zeremonie am 2. Juni. In seiner Ansprache betonte er, wie wichtig diese 15 Stimmen für das demokratische Miteinander seien. Sie würden auf sehr unterschiedliche Weise dazu beitragen, queere Lebensrealitäten sichtbar zu machen und ein diskriminierungsfreies Miteinander im Land nachhaltig zu stärken. Gerade in Zeiten, in denen der Wind für die Community wieder rauer wird, ist diese offizielle Anerkennung von höchster Stelle ein starkes Signal gegen Hass und für gelebte Vielfalt.
Die neuen Träger*innen des Verdienstordens des Landes NRW sind:
Volker Beck gehört zu den prägenden Wegbereitern des Lebenspartnerschaftsgesetzes. Bis heute setzt er sich politisch und gesellschaftlich für rechtliche Gleichstellung ein, unter anderem im LSVD+-Verband Queere Vielfalt, in der Hirschfeld-Eddy-Stiftung und der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld.
Carolina Brauckmann verbindet Musik, Aktivismus und Community-Arbeit. Viele Jahre engagierte sie sich bei rubicon e.V., koordinierte Angebote für lesbische Frauen über 50 und stärkte lesbische Sichtbarkeit auch in Kölner Projekten.
Hans W. Geißendörfer brachte mit der „Lindenstraße“ früh Themen wie AIDS und gleichgeschlechtliche Beziehungen ins deutsche Fernsehen. Darüber hinaus fördert er den Filmnachwuchs und setzt sich für den Erhalt des deutschen Filmerbes ein.
Ricarda Hofmann schafft mit ihrem Podcast „Busenfreundin“ seit 2018 Sichtbarkeit für die LGBTIQ*-Community. Über soziale Medien, ein Online-Magazin, queere Veranstaltungsräume und ihr Kinderbuch vermittelt sie Vielfalt, Zusammenhalt und Selbstverständlichkeit.
Peter Hölscher richtet den Blick besonders auf queere Menschen mit Behinderung. Er prägt das Projekt LSBTIQ*inklusiv, war Mitinitiator des Queeren Zentrums Düsseldorf und ist Delegierter des Inklusionsbeirats NRW.
Heike Kivelitz stärkt seit vielen Jahren lesbisch-queere Selbstvertretung in Nordrhein-Westfalen. Sie gründete Leslie e.V., war Mitgründerin von Queers an der Niers und engagiert sich inzwischen auch im Vorstand der ARCUS Stiftung.
Reinhard Klenke gehört zu den wichtigen Stimmen der HIV-/AIDS- und queeren Selbstorganisation. Er war Mitbegründer der Aidshilfe Paderborn und des Schwulen Netzwerks NRW, organisierte den ersten Kölner CSD mit und engagierte sich in zahlreichen Gremien.
Ralph Morgenstern setzt sich seit Jahrzehnten für Sichtbarkeit und Gleichberechtigung homosexueller Menschen ein. Auch als Schauspieler widersetzt er sich stereotypen Rollenbildern und unterstützt queere Kunst, Kultur und Performance.
Jochen Saurenbach prägte seit den 1970er-Jahren die Kölner LGBTIQ*-Community. Als Aktivist, Organisator und Publizist gab er wichtige Impulse für die frühe Emanzipationsbewegung und schuf mit der Disco Pimpernel einen zentralen Treffpunkt der Szene.
Reinhard Schmidt engagiert sich seit den 1970er-Jahren in queeren Initiativen, von der Homosexuellen Aktionsgruppe Bochum über die Aidshilfe Düsseldorf bis zu „Heartbreaker“ und SCHLAU NRW. Zudem veröffentlicht er Publikationen zu queeren Themen.
Steffen Schwab ist seit den 1990er-Jahren in queerer Vereins- und Verbandsarbeit aktiv. Im Queeren Netzwerk NRW begleitete er wichtige Weiterentwicklungen und prägt bis heute die ARCUS-Stiftung als Vorsitzender des Stiftungsrates.
Erik Tenberken engagiert sich seit Beginn der AIDS-Krise im Kampf gegen HIV und AIDS. Später trug er maßgeblich dazu bei, ein bundesweit prägendes Konzept zur Etablierung der PrEP als Kassenleistung zu entwickeln.
Georg Uecker schrieb mit seiner Rolle als Dr. Carsten Flöter in der „Lindenstraße“ Fernsehgeschichte: Er war Teil des ersten gleichgeschlechtlichen Kusses im deutschen Vorabendprogramm und engagiert sich bis heute gegen Stigmatisierung.
Marcus Velke-Schmidt widmet sich im Centrum Schwule Geschichte e.V. der Dokumentation und Bewahrung queerer Lebensgeschichten. Zudem arbeitet er für die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld und begleitet Betroffene nach dem Rehabilitierungsgesetz.
Claus Vinçon engagiert sich als Botschafter der Herzenslust-Kampagne der Aidshilfe NRW für HIV/AIDS-Prävention bei schwulen und bisexuellen Männern. Darüber hinaus setzt er sich gesellschaftlich und kommunalpolitisch für Vielfalt ein.
Wir vom rik Magazin gratulieren allen Ausgezeichneten ganz herzlich – und sagen Danke für euren Einsatz, eure Haltung und euer unermüdliches Engagement für die queere Community.