Verfolgung, Lager, Rosa Winkel – und danach ein Unrecht, das nicht endete, sondern von der Bundesrepublik fortgeschrieben wurde. Wer die Lager überlebte, blieb strafbar.
Was geschah?
Verhaftungen auf Grundlage des verschärften Strafrechts, Zuchthaus, Einweisung in Konzentrationslager, Zwangskastrationen, Menschenversuche. Der Rosa Winkel markierte die Häftlinge, die auch unter Mithäftlingen am unteren Ende der Lagerhierarchie standen.
Warum kam die Anerkennung so spät?
Weil die Verfolgten nach 1945 weiter als Kriminelle galten. Eine Entschädigung setzte voraus, dass man sich als Opfer zu erkennen gab – und damit als strafbar. Die Anerkennung als Opfergruppe brauchte Jahrzehnte.
Wer fehlt in der Erinnerung?
Lesbische Frauen, die keine eigene Verfolgungskategorie hatten und deshalb kaum in den Akten auftauchen. Trans* Menschen, deren Verfolgung kaum dokumentiert ist. Und Sinti und Roma unter den queeren Verfolgten.
Auch dazu: § 175, Gedenken, Denkmal, Stolpersteine, lesbisch

