Queere Menschen sind nicht anfälliger für seelische Not, sie sind ihr öfter ausgesetzt. Der Unterschied ist wichtig, weil er sagt, wo ansetzen hilft: nicht am Menschen, sondern an dem, was er aushalten muss.
Was ist Minderheitenstress?
Die Dauerbelastung, ständig einzuschätzen, ob ein Raum sicher ist. Sie kostet Kraft, auch wenn nichts passiert. Über Jahre schlägt sie sich in Schlaf, Konzentration und Stimmung nieder.
Wo finde ich Hilfe?
Bei queersensiblen Praxen, bei den Aids-Hilfen und bei Beratungsstellen, die keine Erklärstunde über die eigene Lebensform verlangen. Wartezeiten auf Therapie sind lang – ein Grund, früh zu suchen und nicht erst in der Krise.
Auch dazu: Depressionen, Beratung, Körper

