Trump beendete so etwa Durchführungsverordnungen aus der Ära Biden, die
„Diskriminierung aufgrund der Geschlechtsidentität oder der sexuellen Ausrichtung“
verhindern sollten.
Später erließ der neue Staatschef selbst die Anordnung, dass Bundesbehörden den Bürger*innen nur die Option geben sollten, sich als männlich oder weiblich zu identifizieren. Bislang war eine dritte Option möglich, mit der etwa in US-Reisepässen ein „X“ beim Geschlecht eingetragen wurde. Die Behörden müssten
„alle notwendigen Schritte unternehmen, um die Finanzierung der Gender-Ideologie durch den Bund zu beenden“,
hieß es.
In seiner Rede anlässlich seiner Vereidigung sagte Trump, dass es „von heute an die offizielle Politik der Regierung der Vereinigten Staaten“ sei,
„dass es nur zwei Geschlechter gebe, nämlich männlich und weiblich“.
Die geschlechtliche Identität eines Menschen solle künftig nur noch mittels der Geschlechtszellen definiert werden, die sein Körper produziere.
Foto: Brendan Smialowski / AFP
US-Präsident Donald Trump und First Lady Melania Trump nach der Amtseinführungszeremonie am 20. Januar.
Ein künftiger Mitarbeiter des Weißen Hauses, der anonym bleiben wollte, sagte, mit dem Dekret solle die „biologische Wahrheit“ als Kriterium der Bundesregierung wiederherstellt werden. Ferner kündigte der Mitarbeiter an, dass Trump Programme der Bundesregierung zur Förderung von Diversität beenden werde. Als Beispiel nannte er ein Diversitäts-Training im Finanzministerium, das nun abgeschafft werden solle.
Trump war im Wahlkampf gegen den „Transgender-Wahn“ zu Felde gezogen und hatte angekündigt, diesem gleich am ersten Tag im Amt ein Ende zu setzen. Der Rechtspopulist hatte erklärt, er wolle trans* Personen aus der Armee ausschließen und aus Schulen fernhalten. Er dämonisierte auch Programme für Diversität, Gleichstellung und Inklusion – im Englischen abgekürzt als DEI – in der Bundesregierung und der Geschäftswelt. Trump sagte, diese würden weiße Menschen diskriminieren, vor allem Männer.
Das Vorgehen des neuen US-Präsidenten wird mit Sicherheit vor Gericht angefochten werden. *AFP/sah