Von Rom bis Warschau und von Athen bis Riga tobten am Wochenende die Gay-Pride-Paraden durch Europas Städte. In Bukarest feierten die Helden des jüngsten EU-Urteils zugunsten der Freizügigkeit von LGBTIQ*-Gatten ihren Triumph. Hier gibt's das Super-Pride-Wochenende im Schnelldurchlauf.
ITALIEN: ROM
Roma Pride 2018
In der italienischen Hauptstadt feierten Tausende den Roma Pride vorm Wahrzeichen der Metropole, dem Kolosseum. Die Parade setzte auch ein Zeichen gegen die just bestätigte Rechts-Regierung von Giuseppe Conte. Instagramer Matteo und sein Freund Franco stellten den Tag unter das Motto „Amo come amo“ (grob übersetzt: Love is Love).
RUMÄNIEN: BUKAREST
Bukarest Pride 2018
Dragos Bucurenci (Foto, Mitte) traf beim Bukarest Pride auf Claibourn Hamilton (links) und Adrian Coman (rechts), die letzte Woche am Europäischen Gerichtshof ein Grundsatzurteil zur Freizügigkeit von gleichgeschlechtlichen Ehepartnern in der EU erstritten hatten (blu berichtete). Coman und Hamilton hatten die Parade in der rumänischen Hauptstadt angeführt.
POLEN: WARSCHAU
Warschau Pride 2018
In Warschau wurde das Pride-Areal zur „Hate Free Zone“ (hassfreien Zone) erklärt. Das passte zum kompromisslos offen schwulen Lebensstil von Comic-Zeichner Nubearsky (Foto, Mitte).
GRIECHENLAND: ATHEN
Athen Pride 2018
In Athen wurde zu Füßen des Parlaments am Syntagma-Platz eine riesige Regenbogenfahne entrollt, was Aktivist Spyridon Kagkas mit den Worten kommentierte: „Die Straße zur Inklusion führt über Pride und Gesetzgebung.“
LETTLAND: RIGA
Baltic Pride Riga 2018
Die vergleichsweise kleine, aber streitbare Parade des Baltic Pride in Riga bekam durch den Hamburger Instagramer Herrn Jensen und seinen Begleiter Tim deutsche Unterstützung.
KROATIEN: ZAGREB
Zagreb Pride 2018
Ohne Worte: Gute Stimmung bei Kroatiens größtem Gay-Pride-Event in der Hauptstadt Zagreb.
BULGARIEN: SOFIA
Sofia Pride 2018
Auch der Pride in der bulgarischen Hauptstadt Sofia bekam deutsche Unterstützung. Der Berliner Aktivist Alfonso Pantisano (Foto, Mitte) berichtete von den Feierlichkeiten am Platz vorm Denkmal für die Sowjetarmee über LGBTIQ*-Rechte.