US-Präsident Donald Trump hat seine Attacken auf Trans* weiter verstärkt: Der Rechtspopulist unterzeichnete am Mittwoch eine Verordnung zur Verbannung von Transgender-Athletinnen aus dem Frauensport. „Mit diesem Dekret ist der Krieg gegen den Frauensport beendet”, sagte Trump bei der Unterzeichnung im Weißen Haus, bei der er von dutzenden applaudierenden und jubelnden Sportlerinnen aller Altersgruppen umringt war.
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Trump im Kreise von Schülerinnen – es wäre spannend herauszufinden, ob davon einige LGBTIQ* sind und selbst einmal unter dem Dekret leiden werden
Das Dekret bezieht sich vor allem auf den Frauensport im Bildungswesen. Die Verordnung mit dem Titel „Keine Männer im Frauensport” sieht die Streichung von Bundesmitteln für Schulen und Hochschulen vor, die Transmädchen- und -frauen in ihre Frauenteams aufnehmen. Gegen solche Bildungseinrichtungen, die „Männer Frauenteams übernehmen lassen oder in die Umkleideräume (von Frauen) eindringen lassen”, würden Untersuchungen eingeleitet, die zum Entzug der Bundeshilfen führen könnten, warnte Trump.
Der US-Sport-Hochschulverband National Collegiate Athletic Association (NCAA) begrüßte das Dekret und kündigte an, seine Regeln in den kommenden Tagen entsprechend anzupassen. Bisher gebe es „einen Flickenteppich gegensätzlicher Gesetze der Bundesstaaten sowie Gerichtsentscheidungen” in dieser Frage, erklärte Verbandschef Charlie Baker. Trumps Dekret liefere nun „einen klaren nationalen Standard”.
Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International bezeichnete die Verordnung hingegen als erneuten „grausamen Angriff auf Transgender-Menschen, dessen klare Absicht es ist, LGBTIQ*-Menschen weiter zu stigmatisieren und diskriminieren”.
Beispielloser Feldzug gegen die Menschenrechte von Trans*
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Unterstützer transsexueller Jugendlicher demonstrieren am 6. Februar 2025 vor dem Children's Hospital Los Angeles (CHLA) in Folge der Executive Order von US-Präsident Donald Trump, in der er droht, Gesundheitsdienstleistern, die geschlechtsangleichende Behandlungen für Kinder anbieten, die Bundesmittel zu entziehen. Das Krankenhaus gab am 4. Februar bekannt, dass es den Beginn der Hormontherapie für „geschlechtsangleichende Behandlungspatienten“ unter 19 Jahren aussetzt, während es die Executive Order prüft, „um ihre Auswirkungen vollständig zu verstehen“. Die Ankündigung erfolgte, nachdem US-Präsident Donald Trump am 28. Januar eine Executive Order unterzeichnet hatte, um solche Beheandlungen für Minderjährige einzuschränken
Trump hat seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus die Abschaffung von Förder- und Gleichstellungsmaßnahmen für Trans* zu einer seiner Prioritäten gemacht. Die jetzige Unterzeichnung des Dekrets gegen Transathletinnen nutzte Trump auch dazu, um Druck auf das Internationale Olympische Komitee (IOC) in der Transgender-Frage auszuüben – mit Blick auf die Olympischen Sommerspiele 2028 in Los Angeles.
Bei diesen Spielen werde seine Regierung „nicht tatenlos zusehen, wie Männer weibliche Athletinnen besiegen”, sagte Trump. Deshalb werde seine Regierung „alle Visaanträge von Männern ablehnen, die versuchen, betrügerisch in die USA einzureisen, indem sie sich als weibliche Athleten ausweisen”. Trump wiederholte in diesem Zusammenhang seine Lüge, die algerische Boxerin Imane Khelif, die in Paris Olympiagold gewonnen hatte, sei ein Mann.
Trans* sind in den USA nur eine kleine Minderheit – aber ein großes politisches Streitthema. Während des Wahlkampfs im vergangenen Jahr hatte der Republikaner Trump seine demokratische Kontrahentin Kamala Harris hart wegen ihrer Unterstützung für Transgender-Rechte attackiert.
Gleich an seinem ersten Amtstag am 20. Januar wies Trump dann die Bundesbehörden per Dekret an, nur noch das männliche und weibliche Geschlecht anzuerkennen - als Folge werden beispielsweise keine geschlechtsneutralen Reisepässe mehr ausgestellt. Wenig später unterzeichnete er ein Dekret gegen die „Transgender-Ideologie” in den US-Streitkräften, das auf den Ausschluss solcher Menschen aus dem Militär abzielt. *ck/AFP/dja/kü