Ein Antrag über das Stadionmikrofon, tausende Zuschauer*innen, Regenbogenfarben an den Pfosten: Vor dem Bundesliga-Spiel des 1. FC Köln gegen den VfL Wolfsburg hat der Amateurschiedsrichter Pascal Kaiser seinem Partner Moritz einen Heiratsantrag gemacht. Der Verein stellte dafür im Rahmen seines Diversity-Spieltags die große Bühne zur Verfügung.
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„Ich möchte mich nicht verstecken“
Der Verein hatte Kaiser die Bühne im Rahmen seines Diversity-Spieltags zur Verfügung gestellt. Der 28-Jährige pfeift als Amateur-Schiedsrichter bis in die Landesliga und gehört seit seinem Coming-out 2022 zu den wenigen offen queeren Menschen, die im deutschen Fußball sichtbar sind.
„Ich möchte mich nicht verstecken, sichtbar sein. Nicht laut, provokant, sondern ehrlich“, sagte Kaiser vor dem Anpfiff. „Ich will, dass jeder sieht, dass ich diesen Menschen liebe. Einen Mann, als Mann, im Fußball.“
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Ein Abend im Zeichen der Vielfalt – auch sportlich ein Erfolg
Auch abseits des Antrags setzte Köln sichtbare Signale: Die vier Stadionpfosten leuchteten in Regenbogenfarben, die Mannschaft lief in einem Sondertrikot auf, beim Einlaufen begleiteten Menschen aus Projekten der FC-Stiftung die Spieler. FC-Geschäftsführer Philipp Türoff erklärte, man wolle damit „wichtige Zeichen für Vielfalt im Sport und in der Gesellschaft setzen“.
Sportlich passte der Rahmen: Köln gewann 1:0 gegen Wolfsburg – ein wichtiger Erfolg im Abstiegskampf und der zweite Heimsieg in Serie.