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Das bundesweite Jugendnetzwerk Lambda e.V. steht vor einer existenzielle Krise. Wie die Organisation in einem emotionalen Instagram Beitrag bekannt gab, muss das queere Jugendzentrum „lambda space“ Ende des Jahres seine Türen schließen, falls nicht kurzfristig eine finanzielle Rettung gelingt. Grund für die drohende Insolvenz ist der komplette Wegfall staatlicher Fördermittel.
Streichung der Bundesförderung nach 36 Jahren
Nach Angaben des Vereins wurde die maßgebliche Mitfinanzierung durch das Bundesjugendministerium (BMFSFJ), die über 36 Jahre hinweg bestanden hatte, vor wenigen Wochen völlig überraschend und ohne inhaltliche Begründung gestrichen. Für den Träger bedeutet dies den Entzug der wichtigsten finanziellen Basis. Im Instagram Beitrag äußerten sich die Verantwortlichen schockiert, wütend und enttäuscht. In dem Statement heißt es unter anderem: „Und das Ministerium denkt, dies ist ein guter Zeitpunkt, die Förderung von Lambda zu streichen. WTF?!“
Warum „lambda space“ so wichtig ist
Das Projekt lambda space wurde als digitaler Schutzraum (Safe Space) von und für queere junge Menschen ins Leben gerufen. Es richtet sich vor allem an Jugendliche in ländlichen oder strukturschwachen Regionen, die keinen physischen Zugang zu queeren Treffpunkten haben. Aktuell sind bereits über 1.300 Jugendliche auf der Plattform registriert. Studien und Erhebungen der Organisation zufolge sind queere Jugendliche besonders stark von Einsamkeit und psychischen Belastungen betroffen, eine Situation, die durch wachsende Queerfeindlichkeit und schrumpfende analoge wie digitale Räume weiter verschärft werde.
Hoffnung durch Patenschaften und Spendenaufruf
Um das Projekt unabhängig von politischen Entscheidungen und Fördergeldern weiterzuführen, setzt das Jugendnetzwerk nun auf zivilgesellschaftliche Unterstützung. Über ein neu ins Leben gerufenes Patenschafts-Modell soll der Betrieb gesichert werden. Mit einer monatlichen Patenschaft von 5 Euro können Unterstützer*innen den Zugang für eine junge queere Person direkt finanzieren. Das Team hinter Lambda appelliert an die Öffentlichkeit, Pat*in zu werden, den Spendenaufruf in den Netzwerken zu teilen und so gemeinsam für den Erhalt des wichtigen Jugendprojekts im Jahr 2027 und darüber hinaus zu kämpfen.