Foto: Abghs/CC-BY-SA 4.0,/wikimedia
Abgeordnetenhaus von Berlin
Bei 160 Sitzen, machen neun queere Parlamentarier über fünf Prozent für die Homo-Lobby. Foto: Abghs - Eigenes Werk, CC-BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=36429250
Bei den gestrigen Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus konnten sich acht Schwule und zwei Lesben behaupten.* Drei der Kandidat*innen holten sich in ihrem Wahlbezirk ein Direktmandat. Auch die AfD ist mit einem schwulen Abgeordneten vertreten.
Direktmandate holten Tom Schreiber, Anja Kofbinger und Carsten Schatz:
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Tom Schreiber
Für die SPD konnte Tom Schreiber sein Direktmandat im Bezirk Treptow-Köpenick 5 knapp gegen den AfD-Konkurrenten behaupten.
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Foto: Christian Knuth
Carsten Schatz
Für die Linke setzte sich der als erster HIV-positiver Abgeordneter bekanntgewordene Carsten Schatz in Treptow Köpenick 6 gegen den SPD-Kandidaten durch. Hier bei einer Demonstration für die Ehe für Alle vor dem Bundesrat.
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Foto: Kofbinger.de
Anja Kofbinger
Die Grünen konnten mit Anja Kofbinger den Wahlbezirk Neukölln 1 erneut für sich gewinnen.
Über die Landeslisten wurden der Spitzenkandidat der Linken, Klaus Lederer (unser Interview) und der Landesvorsitzende der Grünen, Daniel Wesener (unser Interview) ins Parlament gewählt, ebenso wie Sebastian Walter (Grüne), Hakan Taş (DIE LINKE), Sabine Bangert (Grüne) und Frank-Christian Hansel für die AfD. Gerade noch über die Bezirksliste schaffte es der schwule CDU-Abgeordnete Stefan Evers für eine weitere Legislaturperiode ins Abgeordnetenhaus. Nicht geschafft haben es für die SPD die lesbische Neuköllner Kandidatin Nicola Böcker-Giannini und der ehemalige Parteivorsitzende Jan Stöß.
Für die Berliner LGBT*I-Community bleibt zu hoffen, dass bei den Koalitionsverhandlungen Themen wie Bildungspläne und die „Initiative Berlin tritt ein für Selbstbestimmung und Akzeptanz sexueller Vielfalt" (ISV) wieder stärker in den Fokus rücken, als unter der abgewählten SPD/CDU-Regierung. Alle Interviews und Infos zur Wahl haben wir HIER zusammengestellt.
*die Zählung bezieht sich nur auf Abgeordneten, deren nicht-heterosexuelle Orientierung der Öffentlichkeit bekannt ist.


