Foto: 2026 The Walt Disney Company
Daniel Donskoy
„Vienna Game“ entführt ins Wien des Jahres 1814: Geschichte nicht als museales Panorama, sondern als schillerndes Gesellschaftsspiel: elegant, sexy und mit jener Prise Bosheit, die einem höfischen Fest erst seinen eigentlichen Reiz verleiht
Napoleon ist nach Elba verbannt, Europa hält den Atem an – und während die Diplomaten in den prachtvollen Salons der Kaiserstadt um eine neue Ordnung ringen, wird auf den Bällen längst ein zweites, nicht minder folgenreiches Spiel betrieben. In „Vienna Game“, der neuen Streaming-Serie von Satel Film, wird der Wiener Kongress zum opulenten Schauplatz einer Period-Dramedy, in der Macht, Begehren und politische Intrige untrennbar ineinander greifen. Der Wiener Kongress erscheint dabei weniger als trockene diplomatische Veranstaltung denn als mondänes Gesellschaftstheater: England, Russland, Österreich, Preußen und Frankreich feilschen um die Zukunft Europas, während hinter Fächern, Vorhängen und höfischen Fassaden längst die eigentlichen Fäden gezogen werden. Die Männer beraten offiziell über Grenzen und Allianzen – doch die klugen Frauen der europäischen Elite wissen, dass Einfluss auch auf anderem Wege zu gewinnen ist.
Im Zentrum steht Wilhelmine von Sagan, gespielt von Marlene Tanczik, eine ebenso brillante wie verführerische Aristokratin. Sie will die Friedensverhandlungen nach ihren Vorstellungen beeinflussen und dabei selbst Fürst Metternich nicht aus dem Blick verlieren. Doch je dichter das Netz ihrer politischen Manöver wird, desto gefährlicher gerät ihr persönliches Spiel. Ihre Affäre mit Baron Amor Łaski – charismatischer Bonapartist, Spion und politischer Gegenspieler – verwandelt strategisches Kalkül in ein erotisches Duell aus Anziehung, Rivalität und Verrat. So wird Wien zum glitzernden Schachbrett, auf dem niemand ausschließlich die Farbe der eigenen Seite trägt. Bündnisse sind flüchtig, Loyalitäten käuflich und Gefühle womöglich die gefährlichste Währung. Mit bissigem Humor blickt „Vienna Game“ hinter die repräsentative Kulisse des Wiener Kongresses und erzählt von einer Elite, die sich zwischen Walzer, Diplomatie und Dekadenz mit erstaunlicher Ernsthaftigkeit selbst inszeniert. Für den entsprechenden Bilderrausch sorgt ein internationales Ensemble: Neben Marlene Tanczik sind unter anderem Daniel Donskoy, Vladimir Burlakov, Louis-Do de Lencquesaing, Ben Miles, Axel Milberg, Roxane Duran, Emma Nova, Rufus Beck, Heikko Deutschmann, Jakob Diehl und Heike Makatsch zu sehen. Ab 18. November ist die Serie exklusiv auf Disney+ zu genießen. www.disneyplus.com
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