Foto: ZDF / Stefanie Leo
Vince (Slavko Popadic, l.), die hochschwangere Alma (Camille Dombrowsky, M.) und Tomek (Simon Morzé, r.) haben es sich in Julianes Bett gemütlich gemacht.
Was macht Freundschaften aus? Was Familie? Und vor allem: Sagen wir immer die Wahrheit? Ausgerechnet ein ZDF-Film behandelt diese und viele weitere Fragen auf äußerst unterhaltsame, zugleich aber auch erstaunlich ernsthafte und gründliche Weise. „Nix ist fix“ nennt sich Komödie – ist aber so viel mehr als das. Sind die ersten 15 Minuten erst einmal vorbei, wird es richtig gut und entwickelt sich ganz anders, als #mensch zunächst erwartet.
„Ich mochte, dass hier sieben Freunde in der Mitte ihres Lebens aufeinandertreffen, die alle ihre ganz eigenen Probleme mitbringen. Aus dem vermeintlich entspannten Wochenende wird jedoch eine Stresssituation, in der alle verborgenen Konflikte plötzlich zutage treten. Obwohl viele Gemeinheiten ausgeteilt werden, ist der Film für mich vor allem eine Liebeserklärung an das wertvolle Gut der Freundschaft“, so Julia Koschitz, die die Juliane spielt, vorab über den Film.
Darum geht es in „Nix ist fix“: Ein Wochenende unter Freund*innen, ein abgelegenes Chalet in den Bergen – und bei der Ankunft ist das Haus bereits besetzt. Drei Fremde haben es sich dort gemütlich gemacht: die hochschwangere Alma, der unberechenbare Vince und der idealistische Aktivist Tomek. Weggehen wollen sie nicht. Stattdessen laden sie ihre unfreiwilligen Gastgeber zum Abendessen ein. Was als absurder Ausgangspunkt beginnt, entwickelt sich rasch zum raffinierten Kammerspiel über Besitz, Moral und die Fragilität langjähriger Beziehungen. Denn je länger der Abend dauert, desto mehr geraten nicht die Besetzer*innen in den Mittelpunkt, sondern die Freund*innen selbst. Der großspurige Harry überspielt seinen finanziellen Ruin und die schwere Krankheit seiner Frau mit flachen Witzen. Die ehemalige TV-Moderatorin Ines kämpft nach ihrem Karriereende gegen das Gefühl, unsichtbar geworden zu sein, während die politische Entfremdung von ihrem Ex-Mann Edwin in einen emotionalen Ausnahmezustand mündet. Erbin Paula offenbart einen lang gehüteten Verrat, der die Runde endgültig sprengt. Und Gastgeberin Juliane muss sich nicht nur fragen, wer hier eigentlich Freund*in oder Feind*in ist – sondern landet ausgerechnet dem rätselhaften Vince näher, als ihr lieb sein dürfte. Aus der Besetzung eines Chalets wird so die Besetzung verdrängter Wahrheiten. „Nix ist fix“ ist ab Freitag, 1. August, 10 Uhr, ein Jahr lang auf ZDF zu streamen oder am Montag, 10. August um 20:15 Uhr im TV anzuschauen.
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