Bild: Herbert Maria Wojsik – „Jason“
Die Ausstellung „Männer unter Strom“ mit fast 40 Bildern von Herbert Maria Wojsik eröffnet diesen Freitag um 18 Uhr bei Eisenherz (Motzstraße 23, Berlin). Bis 20 Uhr kannst du bereits am Vernissagenabend in die testosterongeladene Welt des Künstlers eintauchen.
Männer, bärtig, wild, stark. Unter Strom. Aber nicht nur. Herbert Maria Wojsik zeigt in Berlin die große Bandbreite von Männlichkeiten in seiner Kunst. Zwischen Kraft und Verletzlichkeit, Körperlichkeit und Intimität entstehen Porträts und Szenen, die mit klassischen Vorstellungen von Männlichkeit spielen – und sie zugleich hinterfragen.
„Ohne Toleranz gibt es keine Freiheit ist das Motto meiner Bilder. Die Arbeiten verstehen sich als kraftvolle und selbstbewusste Positionierung. Sie setzen sich mit Geschlecht, Identität und Sichtbarkeit auseinander und reagieren auf die gesellschaftlichen Spannungen unserer Zeit“, verrät der Künstler dazu im Chat. „Einerseits erweitert sich das Verständnis von Geschlecht zunehmend. Immer mehr Menschen verorten sich jenseits der binären Kategorien männlich und weiblich – etwa als non-binär. Kleidung, Sprache und Selbstrepräsentation werden heute stärker als individuelle und wandelbare Ausdrucksformen anerkannt. Andererseits gehören homo- und transfeindliche Vorurteile, Hassrede, Gewalt und politisch motivierte Angriffe weiterhin zur Realität – und nehmen sogar wieder zu. Wie weit ist der Rosa Winkel schon wieder in den Köpfen?“
4.9. – 29.9., Herbert Maria Wojsik: „Männer unter Strom“, Eisenherz, Motzstraße 23, Berlin, U+S Nollendorfplatz, Vernissage ab 18 Uhr
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