Nan Goldin: Berlin Work. Fotografien 1984 – 2009
Achtzig ausgewählte Fotoarbeiten, alle zwischen 1984 und 2009 in Berlin entstanden, und bisher unveröffentlichtes Archivmaterial aus dem Besitz der Künstlerin werden bis Ende März in der Berlinischen Galerie ausgestellt.
Nan Goldin polarisiert zweifelsohne. Sind das nicht „nur“ Schnappschüsse? Warum ist vieles so dunkel? Was sind das für Motive? Otto Normalverbraucher kann mit ihren mit der Kamera eingefangenen Momenten oft wenig anfangen, der Kunstfreund dafür umso mehr. Ein scheinbar zufällig entstandenes Bild, ein flüchtiges eingefangenes Lächeln transportieren oft mehr an Botschaft und Atmosphäre als ein ganzer Roman. Das ist Berlin – Nans Berlin.
Ihre Fotografien sind die Bilder ihres Lebens: Seit Nan mit 14 Jahren ihr Elternhaus verließ, lebte sie in der Szene, erst in Boston, dann in New Yorks Lower East Side und schließlich bis 1994 in Berlin. Bis heute kommt Nan Goldin mit gezückter Kamera regelmäßigst an die Spree, auch um das Versteckte zu entdecken, das gesehen werden sollte.
Nan Goldin: „Berlin Work. Fotografien 1984 – 2009“, Berlinische Galerie, Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur, Alte Jakobstr. 124–128, Berlin, täglich 10–18 Uhr, Di geschlossen, bis 28. März, www.berlinischegalerie.de
