Foto: Netflix
Hundetrainer Nodon (Rúrik Gíslason) bietet in Tirol Kurse an.
Der Film „Eat Pray Bark – Therapie auf vier Pfoten“ beginnt, wie so vieles beginnt, was sich später als leise subversiv entpuppt: mit Bergen. Nicht den dramatischen, existenziell aufgeladenen Gipfeln der Romantik, sondern mit jenen sanft ironisierten Höhenzügen, die sich im neuen Netflix-Film eher als Kulisse denn als metaphysischer Ort verstehen. Und doch, irgendetwas an ihnen arbeitet.
Der Film, dessen Titel bereits mit jener leicht bemühten Weltläufigkeit kokettiert, die man aus Selbstfindungsnarrativen kennt (erinnere dich an Julia Roberts' Film „Eat Pray Love“!), entzieht sich erfreulich schnell dem Zwang zur Bedeutungsschwere. Stattdessen: ein Hund. Oder besser gesagt: mehrere. Und Menschen, die ihnen folgen, stolpernd, suchend, manchmal auch einfach nur atmend. Es ist diese beiläufige Verschiebung der Perspektive, die „Eat Pray Bark“ zu mehr macht als bloße Streaming-Ware im Algorithmus-Strom.
Die Komödie funktioniert dabei hervorragend. Und transportiert auch gute Gedanken: Innehalten zwischen zwei Schritten, Achtsamkeit, Ernstnehmen von Nebensächlichkeiten. #Mensch lacht hier nicht laut, sondern grinst und entspannt. Und dann ist da noch jener Moment, der bereits im Vorfeld für leises Raunen sorgte: der kleine Auftritt von Bill Kaulitz. Der mag ja Hunde. Was aber „Eat Pray Bark – Therapie auf vier Pfoten“ letztlich auszeichnet, ist seine Weigerung, sich festlegen zu lassen. Ist es eine Parodie auf Selbstfindungsgeschichten? Eine Liebeserklärung an Hunde? Eine sanfte Kritik an der Sinnsuche als Lifestyle? Hm ... #Mensch verlässt den Film nicht mit Antworten, sondern mit einer eigentümlichen Leichtigkeit, trotz einiger Klischees und Plattitüden. Ist doch schön! www.netflix.com/de
Mit dem Klick auf das Video stimmst Du diesen Datenschutzbestimmungen von YouTube zu
Besuch uns auf Instagram:
