Foto: @ketzbrg
Ganz schön sexy, oder? Das Cover des neuen Albums „Flieder“ des Kölner Künstlers weckt Interesse. Am 9. Oktober wird es erscheinen, dann kannst du alles anhören. Wir konnten das schon und wurden nicht enttäuscht.
Der 1997 geborene Ketzberg widmet sich darauf der Nähe ebenso wie der Selbstbestimmung, der Sexualität und der Sensibilität. Das geschieht mit ruhiger Hand, ohne großes Pathos und ohne den Anspruch, Antworten zu liefern. Seine deutschen Texte lassen vielmehr Leerstellen, in denen sich die Hörerinnen und Hörer selbst wiederfinden können. Ketzberg plädiert für die Nacktheit – nicht nur des Körpers, sondern auch der Gefühle – und damit für eine Form von Ehrlichkeit, die heute beinahe schon wieder radikal wirkt.
Es ist ein Album über die Liebe im Augenblick: über das Sich-Fallenlassen im stillen Grau des Alleinseins ebenso wie in den Wolken aus Flieder, die sich zu zweit auftun können. Über Nächte, die kein Ende finden wollen, und Erinnerungen, die sich nicht abschütteln lassen. Und über die Sehnsucht nach etwas, das bleibt, wenn der Moment längst vorüber ist. Musikalisch bewegt sich „Flieder“ zwischen R’n’B, Pop, Soul und Indie – offen für Brüche und Zwischentöne. Live lässt sich Ketzberg in diesem Herbst und Winter erleben: am 2. Oktober im Kölner King Georg bei „Lagerfeuer Deluxe“ und am 13. Dezember im Braunschweiger Volksgarten bei „Evensongs – Das Winterkonzert“.
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