Foto: © Dominic Ernst
heater des Westens, begeistert das Musical „WIR SIND AM LEBEN – DAS BERLIN MUSICAL“ von Peter Plate, Ulf Leo Sommer und Joshua Lange. Wir haben mit einem der Künstler*innen gechattet: Markus Spagl.
In Berlin, im Theater des Westens, begeistert das Musical „WIR SIND AM LEBEN – DAS BERLIN MUSICAL“ von Peter Plate, Ulf Leo Sommer und Joshua Lange. Wir haben mit einem der Künstler*innen gechattet: Markus Spagl.
In dem 1990er-Musical spielst du den Mario Fröhlich, der aus der Provinz nach Berlin kommt und ausgerechnet in einer Dreier-Beziehung landet. Wie fühlt #mensch sich da ein in die Rolle? Das Einfühlen in die Rolle war gar nicht so schwierig für mich. Erstens bin ich selbst queer und zweitens bin auch ich vor drei Jahren vom Dorf in Bayern nach Berlin gezogen. Marios Überforderung, aber auch seine Begeisterung kenne ich also selbst sehr gut. Für das richtige 1990er-Gefühl habe ich einfach ganz viele Filme und Serien geschaut.
Was ist die besondere Stärke des Stücks? Das besondere an „WIR SIND AM LEBEN“ ist, dass viele der Hauptcharaktere queer sind und sich queere Thematiken das Zentrum der Handlung darstellen, anders als in vielen anderen großen Musicals, die in Deutschland gespielt werden, wo es vielleicht mal einen queeren Sidekick gibt. Schön, dass diese Geschichten hier endlich mal richtig erzählt werden.
Was magst du an der Musik von Peter Plate und Ulf Leo Sommer besonders? Die berührenden, eingängigen Melodien, die direkten Texte und natürlich diesen spezielle Rosenstolz-Sound, der mich daran zurückdenken lässt, wie ich früher im Schulbus mit meiner besten Freundin jeden Morgen „Wir sind am Leben“ (also den Song) gehört habe.
Und an Musicals? Ich liebe eigentlich jede Form von Theater. Am Musical mag ich aber besonders, dass hier so viele verschiedenen Sparten von Bühnenkunst (Tanz, Gesang und Schauspiel) zusammenkommen und man so eine riesige Bandbreite an Möglichkeiten hat, Geschichten zu erzählen und emotionale Momente zu schaffen.
Welche Erinnerungen hast du denn an die 1990er, an deine Kindheit? Meine Kindheit in Bayern war sehr schön und unaufgeregt, sie fand allerdings nicht in den Neunzigern statt. Ich wurde erst 2003 geboren und hab die gar nicht miterlebt. Umso schöner, dass ich jetzt jeden Abend ein bisschen die Luft dieser Zeit schnuppern darf!
Abschließend noch: Wie entspannst du in deiner Freizeit? Ich habe ein tolles Umfeld an Leuten, die nichts mit Musical zu tun haben und mich immer wieder zurück in die Realität bringen. Am entspannendsten ist es aber immer noch, sehr viel und sehr lange zu schlafen.
*Interview: Michael Rädel
www.stage-entertainment.de/musicals-shows/wir-sind-am-leben-berlin
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