Foto: xamax
Désirée Nick
Gestern haben wir ihr noch zum 70. Geburtstag gratuliert, heute stößt sie uns vor den Kopf. Wie? In einem Gespräch mit Matze Hielscher, zu sehen auf Instagram als Reel, sagt sie doch tatsächlich Folgendes: „Racism, Sexism, LGBTQ – da darf man ja niemandem mehr ans Bein pinkeln, da verliert man ja seinen Job.“
Wie kam es dazu? Eigentlich ging es um Altersdiskriminierung, ein wichtiges Thema, das Désirée auf ihre Art angeht. Aber warum dann diesen falschen Vergleich aufmachen? Da hat die 70-Jährige daneben gegriffen. Doch diesmal ist es nicht lustig, schürt sie doch weiter Ressentiments, die ohnehin in den Köpfen mancher herumgeistern: „Man dürfe ja nichts mehr sagen gegen Queere, die haben ja Sonderrechte.“
Dem ist nicht so. Schwule, Lesben, Queere, Trans* und alle Menschen der LGBTIQ*-Community erfahren täglich Diskriminierung, sobald sie sichtbar werden. Einfach mal Hand in Hand mit einer Person des gleichen Geschlechts einen Tag lang durch die Stadt laufen – dann merkt man, wie es um Akzeptanz und Toleranz steht.
Und wie viele Witze auf Stammtischniveau werden immer noch tagtäglich auf Social Media und auf den Bühnen dieses Landes auf Kosten der queeren Szene abgefeuert? Niemand verliert seinen Job, wenn er / sie eine Pointe mit Wortwitz, die nicht diskriminiert, äußert. Im Gegensatz zu manchen Künstler*innen hat die queere Community schon immer über sich selbst lachen können.
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