Foto: @ringo_sommerfeld
Der Fotograf aus Leipzig veröffentlicht bei uns exklusiv ein außergewöhnliches Fotoshooting mit Erotik-Star Robert Royal – und gewährt dabei auch persönliche Einblicke.
„Die Faszination für Robert Royal begann lange, bevor ich selbst zur Kamera griff. Mich beeindruckten seine Präsenz, seine Ausstrahlung und die Konsequenz, mit der er seinen Körper als Ausdrucksmittel nutzt. Ihn eines Tages selbst fotografieren zu dürfen, war deshalb weit mehr als nur ein weiteres Shooting – es war die Erfüllung eines lange gehegten Wunsches. Die Idee für das Motiv war bewusst schlicht: Roberts vollständig tätowierter Körper, ein blauer Tüllstoff, Licht und Bewegung. Mehr sollte es nicht brauchen. Seine Haut wirkt wie eine zusammenhängende Leinwand. Linien, Flächen und Formen gehen ineinander über und verändern sich mit jeder Bewegung. Der blaue Stoff bildete dazu einen leichten, beinahe schwebenden Kontrast. Er verdeckte nichts, sondern griff die Bewegung auf, führte sie weiter und verlieh den Bildern zusätzliche Tiefe“, so Ringo Sommerfeld.
„Für das Shooting fiel meine Wahl auf ein Mietstudio. Vor Ort stellte sich jedoch heraus, dass es anders ausgestattet war als erwartet. Also improvisierten wir und entwickelten aus der Situation eine ganz eigene Dynamik. Mein Partner übernahm kurzerhand die Aufgabe, den Stoff von Hand in Bewegung zu bringen. Mit vollem Körpereinsatz warf und zog er den Tüll immer wieder durch das Bild. Nicht jede Bewegung funktionierte, nicht jeder Versuch führte sofort zum gewünschten Ergebnis. Doch genau daraus entstand eine besondere Energie. Irgendwann schwebte der Stoff nicht mehr einfach nur durch den Raum – er wurde Teil des Ausdrucks. Robert arbeitete vom ersten Moment an mit beeindruckender Präzision. Er wechselte mühelos von einer Pose in die nächste und wusste genau, wie sich selbst kleinste Veränderungen seiner Haltung auf das gesamte Bild auswirkten. Jede Bewegung hatte Kraft, jede Geste war bewusst gesetzt. Seine Präsenz erfüllte den Raum, ohne dass es einer aufwendigen Inszenierung bedurfte. Gerade diese Sicherheit verlangte mir als Fotografen eine bewusste Entschleunigung ab. Denn so faszinierend eine perfekte Pose auch sein mag – ich suche meist nach etwas anderem: nach dem kurzen Moment dazwischen. Nach dem Augenblick, in dem eine Bewegung noch nicht abgeschlossen ist, der Stoff für einen Sekundenbruchteil seiner eigenen Dynamik folgt und Haltung, Licht und Ausdruck miteinander verschmelzen. Diese Momente lassen sich nicht planen. Man kann nur bereit sein, wenn sie entstehen. Genau dort fanden die Bilder ihre Kraft: im flüchtigen Zusammenspiel von Roberts Körperkunst, dem schwebenden Stoff und dem Licht. Solche vergänglichen, nicht wiederholbaren Augenblicke prägen meine Fotografie – nicht nur bei diesem Shooting, sondern in all meinen Arbeiten.“ linktr.ee/ringo.photography24
Foto: @ringo_sommerfeld
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