Fotos: Freepik / CC0 / fxquadro / M. Rädel
Was einst in einer Londoner Silvesternacht der Jahre 2003 / 2004 als queeres Experiment begann, hat sich längst zu einer transnationalen Erzählung des Feierns verdichtet. Seit 2009 schreibt Berlin an diesem Partymythos mit – und hat ihn sich, mit all seiner rauen Eleganz, vollständig einverleibt.
Musikalisch speist sich die um 16 Uhr am 16. Mai startende Party im Prince Charles aus den Archiven der 1970er- und 1980er-Jahre: Disco in all ihren Facetten, flankiert von High Energy und durchzogen von (wenigen!) zeitgenössischen elektronischen Impulsen. Doch es ist weniger die Retromanie als vielmehr die kluge Fortschreibung eines Sounds, der Körper und Geschichte gleichermaßen in Bewegung versetzt.
Dabei fungiert „Horse Meat Disco“ stets auch als sozialer Raum – als Ort der Sichtbarkeit, der Zugehörigkeit und der stilvollen Ausschweifung. Queere Kultur wird hier nicht ausgestellt, sondern gelebt: in der Geste, im Blick, im Rhythmus. Es ist ein kollektives Aufleuchten, das die Nacht nicht nur verlängert, sondern auflädt – mit Bedeutung, mit Erinnerung, mit Lust. Seit dem 27. März kannst du dir erneut Vorverkaufstickets sicher. Und zwar genau hier.
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