Foto: Universal Music
Jacob Alon
Ein Faun? Ein Elf? Nein, Jacob!
Seine Lieder wirken, als seien sie der Zeit enthoben: intim und zugleich von einer eigentümlichen Wucht, getragen von einer Stimme, die sich zwischen Zerbrechlichkeit und Nachdruck bewegt.
Jacob Alons Musik lebt vom Erzählen – von Geschichten, die nicht auf große Gesten angewiesen sind, sondern ihre Wirkung im Leisen, Unausgesprochenen entfalten. Komplexes Gitarrenspiel, poetische Texte und ein Gesang von eindringlicher Intensität verbinden sich zu einem Klangbild, das ebenso unmittelbar wie rätselhaft wirkt.
Vergleiche mit Jeff Buckley oder Rufus Wainwright mögen als Orientierung dienen, greifen jedoch schnell zu kurz: Alon entwickelt daraus eine ganz eigene Sprache, in der sich zeitgenössischer britischer Folk mit einer beinahe zeitlosen Melancholie verbindet. So entsteht Musik, die nicht einfach verklingt, sondern nachhallt – als hätte sie etwas über die menschliche Einsamkeit zu erzählen, das man längst zu kennen glaubte und dennoch erst jetzt hört. Und die ist am 2.9. in der Passionskirche live zu erleben.
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