Foto: @museumlichtenberg
Lichtenberg? Da denkt #mensch zuerst an Heinrich Zille (1858–1929), der hier zwei Jahrzehnte lebte – da hieß Lichtenberg aber noch anders. Es ist wahrlich nicht der erste Berliner Bezirk, der einem beim Thema Queerness einfällt.
Doch auch hier gibt es seit mehr als einem Jahrhundert vielfältige queere Lebenswelten. Einen besonderen Einblick bietet der neu erschlossene Nachlass der queeren DDR-Person Anna B. Wein, der von den Lebenswelten der 1970er- bis 1990er-Jahre erzählt. Die Sonderausstellung „Klingel bei Anna – 100 Jahre queeres Leben in Lichtenberg“ im Museum Lichtenberg macht sie erstmals umfassend sichtbar.
Von der Bezirksgründung 1920 über Weimarer Republik, Nationalsozialismus und DDR bis in die Gegenwart erzählt die Ausstellung von Biografien, Freundeskreisen, Orten und Formen queerer Gemeinschaft. Im Mittelpunkt steht dabei der Wohnraum als Rückzugs- und Schutzort – als Ort, an dem Beziehungen, Freundschaften und queeres Leben jenseits der Öffentlichkeit stattfinden konnten. Kuratiert von Neo Seefried und Karl-Heinz Steinle, verbindet die Ausstellung historische Fotografien und Objekte mit zeitgenössischer Kunst. Zu sehen ist die Ausstellung ab Ende August bis Ende Mai 2027. Begleitend gibt es Führungen, Workshops und Abendveranstaltungen. Geschichte wird erlebbar.
27.8.2026 – 27.5.2027, „Klingel bei Anna – 100 Jahre queeres Leben in Lichtenberg“, Museum Lichtenberg, Türrschmidtstraße 24, Di – So 11 – 18 Uhr, www.museum-lichtenberg.de
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