Foto: Magnific / CC0 / zinkevych
Grau, grauer November? Nö. Unter dem Titel „404 Identity not found“ widmet sich Anfang November die zweitägige Veranstaltung „Queer Performance Festival“ (QPF) der Frage, wie sich queere Identität unter den Bedingungen einer zunehmend digitalisierten und politisch polarisierten Gegenwart verändert.
Im Mittelpunkt stehen die digitalen Systeme, politischen Dynamiken und gesellschaftlichen Räume, die bestimmen, wie queere Identitäten wahrgenommen, dargestellt und verhandelt werden. KI, meta, algorithmische Verzerrungen und politische Gegenbewegungen prägen dabei nicht nur die öffentliche Sichtbarkeit queerer Menschen, sondern zunehmend auch die Bedingungen ihrer Selbstrepräsentation. Das Festival nimmt diese Entwicklungen zum Ausgangspunkt, um etablierte Vorstellungen von Identität und Zugehörigkeit kritisch zu hinterfragen. Als Plattform für queere und gequeerte Performance verbindet das QPF künstlerische Arbeiten mit Community-Formaten und bringt unterschiedliche Disziplinen und Perspektiven zusammen. Das Programm reicht von Ballroom und Ballett über Drag bis hin zu zeitgenössischem Zirkus.
Das „QPF – 404 Identity not found“ richtet am 6. und 7. November den Blick auf Perspektiven, die innerhalb queerer Communities und der Kulturlandschaft mehrfach marginalisiert sind. Zugleich thematisiert das Festival die strukturellen Bedingungen, unter denen darstellende Kunst entsteht. Dazu gehören Fragen nach gerechteren Arbeitsverhältnissen ebenso wie nach den Mechanismen, die Sichtbarkeit ermöglichen oder verhindern. www.queerperformancefestival.com
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