Foto: courtesy of the artist
Die musikalische Theater-Performance von und mit Meo Wulf im Roten Salon der Volksbühne stellt mehr als nur eine Frage. Manche sind ernst, manche lustig. Doch dahinter verbirgt sich auch der Trubel und mitunter online kundgetane Hass auf Lesungen von Dragqueens für Kinder.
Und auch die allgemeine Ablehnung, Abwertung alles Weiblichen in einer immer noch vom Patriarchat dominierten Gesellschaft, egal, wie bunt und queer sie auf dem ersten Blick mittlerweile wirkt. In dem Stück der Hamburger Künstlerin Meo Wulf aka Sally wird von ebendieser erzählt. So bereitet sich Sally in der Performance auf ihre Drag-Lesung für „ab Fünfjährige“ vor und möchte „alles richtig machen“.
Doch sie begreift, dass „sie ein sehr guter Mensch in einer ganz schlechten Stadt ist. Gedanken über Sexualität und Kunst halten sie von ihrer Vorbereitung ab, dabei wollte sie doch eigentlich noch laut lesen üben“. Und dann wären da noch einige Fragen zu klären: „Ist Drag misogyn? Kann ich Kinder lesbisch machen? Wo sind meine Schuhe?“ Das Stück „SALLY – Mein Leben im Drag“ – ab 18 Jahren – ist am 12. und 22. April sowie am 3. und 18. Mai im Roten Salon in der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz zu genießen. www.volksbuehne.berlin