Foto: © MDG / IRGM / AK Polis
Islam
Eine aktuelle Initiative des Mernissi-de Gouges Bildungs- und Sozialwerks, der Ibn Rushd-Goethe-Moschee und des Arbeitskreises Politischer Islam stößt in Berlin nicht überall auf Zustimmung.
Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht derzeit ein großformatiges Plakat, das an einer Litfaßsäule am Tränenpalast an S-Bahnhof Friedrichstraße angebracht wurde. Darauf ist der Satz „Ich bin Muslim“ zu lesen. Das Motiv zeigt einen Mann, der von einem anderen Mann geküsst wird – ein bewusst gewähltes Bild, das die Existenz und Sichtbarkeit queerer Muslime betonen soll.
Das kommt bei intoleranten, ewig gestrigen Menschen nicht gut an – sie reagieren mit Vandalismus und kratzten Teile des Plakats ab. Der Vorfall wird von uns als Ausdruck von Intoleranz gewertet und reiht sich in eine breitere gesellschaftliche Debatte über den Umgang mit sexueller Vielfalt und religiöser Identität ein.
Solltest du Gewalt erleben, dann wende dich auch an MANEO: Schon seit 1990 ist das LGBTIQ*-Community-Projekt in vier zentralen Arbeitsbereichen aktiv: der Unterstützung von Opfern, der Dokumentation homophober Übergriffe in Berlin (Report Center), der Gewalt- und Kriminalprävention sowie im Bereich Empowerment. Als Opferhilfeberatungsstelle unterstützt MANEO Menschen in Berlin, die aufgrund ihrer sexuellen Identität Opfer von Straftaten geworden sind. Das Projekt erfasst homophobe Übergriffe – von verbalen Beleidigungen bis hin zu körperlicher Gewalt – und dokumentiert diese systematisch, um daraus gezielte Schutz- und Präventionsmaßnahmen abzuleiten. Das schwule Anti-Gewalt-Projekt erfasst gegen LGBTIQ* gerichtete Gewalttaten, also Körpergewalt, Raub und Erpressung ebenso wie sexuelle Übergriffe, Bedrohung, Beleidigung, Diskriminierung und Mobbing: 030 216 33 36. Einen Vorfall online melden kannst du hier: MANEO.
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