Foto: Marc Jacquemin / Frankfurter Buchmesse
Vom 7. bis 10. Oktober ist Frankfurt wieder Zentrum des internationalen Literaturmarkts – die Buchmesse steht an! Das diesjährige Gastland ist Tschechien. Für Privatbesuchende öffnet die Messe am Freitag ihre Tore.
Hier kommen unsere queeren Highlights der Buchmessewoche:
Queer Media Society – der Empfang
Gleich am Eröffnungstag lädt die Queer Media Society QMS im Kooperation mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels zum queeren Empfang auf dem Buchmessegelände.
Die Queer Media Society ist eine ehrenamtlich organisierte aktivistische Initiative queerer Medienschaffender, die sich für gesellschaftliche Offenheit und Akzeptanz und gegen Diskriminierung von LSBTIQ* engagiert. „Die Queer Media Society nutzt jede Möglichkeit, im deutschen Medienbetrieb queerpolitische Zeichen zu setzen und so wichtige Allianzen zu schmieden“, heißt es in einem Schreiben der Initiative.
Foto: Taha Samet Arslan, pexels.com, gemeinfrei
Ein zentraler Programmpunkt des Abends ist der Impulsvortrag von Diversity-Trainer:in und QMS-Aktivist:in Alex M. Gastel zu der von der QMS initiierten und im September 2026 veröffentlichten Studie „Ausflüge ins Anstrengende“, die Queerfeindlichkeit im deutschsprachigen Literaturbetrieb untersucht.
Drum herum gibt’s Grußworte und Begrüßungsreden – und natürlich jede Menge Raum und Zeit um zu Netzwerken.
7.10., Dialogue Stage, Foyer 4.0 in Halle 4, Messegelände, Frankfurt, 18:15 Uhr, Einlass mit gültigem Messe-Ticket – bitte beachten: da die Messeeingänge um 18:30 Uhr schließen, ist ein Einlass nach 18:30 Uhr nicht mehr möglich, queermediasociety.org
30 Jahre Querverlag
Deutschlands erster und einziger lesbisch-schwule Buchverlag hält auch auf der Buchmesse entschlossen die Regenbogenflagge hoch: Seit 1996 gibt es den Verlag, und seit 1996 ist er regelmäßig mit einem Stand auf der Messe vertreten. Dort lädt der Querverlag traditionell am Buchmesse-Donnerstag ab 17 Uhr zum queeren Sektempfang – ein Pflichttermin im Messekalender.
Foto: Tobias König
Autor Kevin Junk stellt die neueste Ausgabe der Lyrikreihe „Parabolis Virtualis“ vor.
Das Verlagsprogramm ist eine gelungene Mischung aus Literatur und Sachbuch, und sogar Lyrik findet man hier: Kevin Junk stellt – ebenfalls am Buchmesse-Donnerstag, um 15:30 Uhr – den fünften Band seiner queeren Lyrikreihe „Parabolis Virtualis“ mit einer Lesung auf der Leseinsel der unabhängigen Verlage vor. Weitere Neuerscheinungen sind unter anderem Inge Lütts Krimi „Das Lied der alten Mamsell“ und Uwe Benners „Was ich aus all dem machte“; mehr dazu im Programm der queeren Lesenacht.
Querverlag, Halle 3.0 Stand B103, querverlag.de
Konkursbuch Verlag
Der genreübergreifende Tübinger Verlag präsentiert seine Mischung aus Kultur und Literatur und ist insbesondere in der queeren Community für seine unverblümt-provokanten erotischen Jahrbücher „Mein schwules Auge“ und „Mein lesbisches Auge“ bekannt; in „Bordello“, der die 22 Ausgabe des schwulen Auges, dreht sich alles um Orte käuflicher schwuler Liebe; der Band ist bereits im März 2026 erschienen. Die 25. Ausgabe „Mein lesbisches Auge“ erscheint Mitte November und thematisiert die Freundschaft.
Foto: Konkursbuch Verlag
ELSe BUSCHheurer
Auf der Buchmesse legt der Verlag einen Fokus auf die Autorin, Essayistin und Journalistin ELSe BUSCHheurer und ihren autofiktionalen Roman „ex@frau“; mehr dazu im Programm der queeren Lesenacht auf der folgenden Seite. ELSe BUSCHheurer liest außerdem am 10. Oktober um 19 Uhr im schnuckeligen Rahmen bei „InsideHer“ und ist Teil der erotischen „Love Bites“-Revue des Konkursbuchverlags am 8. und 9. Oktober in der Offenbacher Grande Opera – mit Live-Musik, Comedy, Tanzshow und Lesungen.
Konkursbuch Verlag, Halle 3.0, Stand B69, konkursbuch.de