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Uli (hinten) und Roland führen Frankfurts ältestes schwules Gaykino fort
Seit 1984 gibt es das Jerome Sexkino und -shop im Bahnhofsviertel, etwas versteckt im ruhigen Teil der Elbestraße 17. Jahrelang wurde es liebevoll von Rolf Erb geführt, bis Erb im Spätsommer vergangenen Jahres aus gesundheitlichen Gründen ausscheiden musste – die Zukunft des Jerome war ungewiss.
Roland, seit fünf Jahren Mitarbeiter im Jerome, wollte das nicht hinnehmen und begann sich zusammen mit Uli, der immer mal wieder im Jerome ausgeholfen hatte, zu engagieren: „Wir wollten einfach diesen Ort für die schwule Community erhalten“, sagt Robert. Nach Gesprächen mit der Vermieterin und dem Gewerbeamt ist nun sicher: Frankfurts ältestes und inzwischen einziges verbliebenes Gaykino wird ab April von Robert und Uli weitergeführt und ist damit gerettet.
Das Jerome ist nicht nur ein Unikum, sondern auch in seiner Erscheinung einzigartig: Auf nur etwa 53 Quadratmetern gibt‘s hier einen Vorführraum samt Darkroom und einen sorgfältig sortierten Sexshop. Bekannt ist das Jerome für seine „Nackt“-Specials am Mittwoch, Freitag und Sonntag – „das ist an diesen Tagen aber keine Pflicht“, erklärt Robert; man könne im Übrigen auch an allen anderen Tagen seine Kleidung fürs Cruising im Kino ablegen.
Dass das Jerome beliebt ist, zeigt sich schnell: Selbst während unseres nur kurzen Besuchs zur Mittagszeit kamen regelmäßig Besucher. „Wir wollen in Zukunft den Clubfaktor des Jerome noch ein bisschen verstärken“, erklärt Robert abschließend.
Jerome, Sexkino und -shop, Elbestr. 17, Frankfurt, täglich 13 – 19 Uhr, sonntags bis 18 Uhr, jeromecruisingfrankfurt.com