Foto: Kathrin Schwab / Marchivum
Ausstellungsansicht aus dem Marchivum
Ab dem 12. September gastiert die Ausstellung „Queer im Leben – Wege und Stationen queeren Lebens in Mannheim und der Region“ in der Mannheimer Uni.
Die Schau dokumentiert Wege und Stationen queeren Lebens in Mannheim und der Region vom Anfang des 20 Jahrhunderts bis heute, erzählt die Geschichte von Verfolgung und Emanzipation und zeigt Biografien sowie queere Orte. Bereits Anfang des 20. Jahrhunderts existierten in der Quadratestadt Gruppen, Zeitschriften sowie eine Reihe von Gaststätten, in denen sich queere Menschen trafen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Verfolgung von LSBTIQ durch den §175, die in der NS-Zeit ihren Höhepunkt erreichte. Auch die Emanzipationsbewegung mit Schwulentreffen und Lesbenfrühling, die ihre Ursprünge Ende der 1960er hatte, sowie die Aids-Epidemie Anfang der 1980er sind Teile der Ausstellung. Auch heutige Gruppen und Initiativen stellen sich vor; komplettiert werden die Exponate durch die Rauminstallation „Not Enough“ des Fotografen Alexander Kästel mit ungewöhnlichen Portraits queerer Menschen.
Die von Dr. Andreas Schenk kuratierte Ausstellung des Marchivum ist ein Folgeprojekt des 2022 veröffentlichten Buchs „Queer im Leben! Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt in Geschichte und Gegenwart der Rhein-Neckar-Region“ und war bereits an verschiedenen Orten zu sehen. An der Uni kann sie nun unter der Woche tagsüber besichtigt werden; neben öffentlichen Kurator-Führungen können auch private Gruppenführungen mit Dr. Andreas Schenk vereinbart werden; sie sind kostenlos.
12.9. – 27.1., Universität Mannheim, Erdgeschoss im Schloss, Ostflügel, grüner Flur, Gruppenführungen über [email protected], mehr Infos über marchivum.de