Foto: M. Rädel
Adventstrubel in Hamburg! Die Perle an der Elbe erfreut im eigentlich stillen Advent mit einer Fülle an Weihnachtsmärkten. Zwei recht unterschiedliche Märkte haben wir für Dich besucht.
Klassisch schön ist der große Weihnachtsmarkt vor dem Hamburger Rathaus. Klassisches Handwerk, klassische Buden, alles wirklich sehr schön und auch für Kinder ein Fest. Ganz im Gegensatz zu dem Markt auf der Reeperbahn.
Lustig, queer und sogar mit Striptease ist Santa Pauli auf der sündigen Meile. Hier gibt es Peniskerzen, Glühwein, Shows und eher die Hits von Cher als Weihnachtsmusik. Besonders gut gefallen hat uns der Stand der WunderBar. Zwischen Glitzer, Kunstschnee und augenzwinkerndem Kitsch herrscht dort eine Atmosphäre, die so gar nicht zum traditionellen Bild eines Weihnachtsmarkts passt – und genau das macht den Reiz aus. Während die einen gemütlich an einem Becher heißem Apfelpunsch nippen, ziehen die anderen zu Drag-Performances oder burlesken Bühnennummern weiter, die alle paar Stunden für jubelnde Menschenmengen sorgen. Dazwischen findet #mensch kleine Stände mit queerer Kunst, witzigen Geschenkideen und spaßigen Dingen für Erwachsene, die den besonderen Geist des Viertels widerspiegeln. Santa Pauli ist damit nicht nur ein Weihnachtsmarkt, sondern ein Treffpunkt für alle, die Spaß wollen, Vielfalt feiern oder einfach mal eine etwas andere Adventsstimmung suchen. Und so sehr er provoziert – er schafft es zugleich, mit seinem offenen, fröhlichen Miteinander eine ganz eigene Form von Weihnachtszauber zu verbreiten.
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