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Foto: Julia Sellmann
Andrès Orozco-Estrada
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Foto: Linghuan Zhang
Pablo Held Trio
Pablo Held Trio
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Foto: Marco Caselli Nirmal
Philipp Steinaecker
Philipp von Steinaecker
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Foto: Marco Borggreve
Jörg Widmann
Jörg Widmann "Kristallklänge" 08.10.2021 09.10.2021
Am 14. September 1986 öffnete die Kölner Philharmonie erstmals ihre Türen. Komponist Mauricio Kagel hielt die Eröffnungsrede, Dirigent Marek Janowski leitete das Eröffnungskonzert – und ist bis heute begeistert: „Ein architektonisches Wunderwerk. Für mich einer der schönsten Säle in Deutschland.“ Auf dem Programm stand damals Gustav Mahlers 8. Sinfonie.
Zum Auftakt des Jubiläumswochenendes spielen Philipp von Steinaecker und das Mahler Academy Orchestra am 12. September Mahlers 9. Sinfonie. Die Presse lobte bereits seine Annäherung an den Originalklang von Mahlers Sinfonien. Die „Süddeutsche Zeitung“ befand:
„Der Dirigent Philipp von Steinaecker kommt dem Geist Gustav Mahlers besonders nahe.“
Persönliche Erinnerungen
Von Steinaecker selbst verbindet mit der Kölner Philharmonie eine prägende Erinnerung. Als 15-Jähriger trat er hier mit dem Bundesjugendorchester auf. Es sei eine einschneidende Erfahrung in diesem tollen neuen Saal gewesen, wo sich sein Wunsch, Musiker zu werden, zum ersten Mal konkretisiert habe, so von Steinaecker. Auch deshalb freue er sich sehr, bei diesem Jubiläum dabei zu sein.
Offene Türen und musikalische Interventionen
Am 13. September öffnet die Kölner Philharmonie tagsüber ihre Türen zum Museum Ludwig, das sein 50-jähriges Bestehen mit einem Bürgerfest feiert. Musikalische Interventionen werden vor Kunstwerken der Sammlung gespielt, zudem wird eine Ausstellung für das Foyer der Philharmonie kuratiert. Auch dort erklingt Musik, während Besucher jeden Alters Stationen zum Mitmachen und Innehalten finden.
Godfrid Haberer, einer der Architekten des Baus Museum Ludwig/Kölner Philharmonie, bietet exklusive Führungen an und berichtet aus der Entstehungsgeschichte.
Jazz-Jubiläum im Jubiläum
Am Abend feiert das Pablo Held Trio sein 20-jähriges Bestehen mit einem Konzert im Saal der Kölner Philharmonie. „Die Geister sind noch im Raum“, beschreibt Pablo Held seine Emotionen auf der Bühne der Philharmonie. Gemeint sind Erinnerungen an Konzerte mit Wayne Shorter oder Herbie Hancock, die er hier live erlebt hat, aber auch eigene Gigs mit Jazz-Legenden wie John Scofield oder Ralph Towner.
Große Orchester zum Abschluss
Das Jubiläumskonzert am 14. September gestalten das Gürzenich-Orchester Köln und das WDR Sinfonieorchester gemeinsam mit einem Projektchor des Netzwerks Kölner Chöre. Jörg Widmann dirigiert Mendelssohn Bartholdys „Reformationssinfonie“ und widmet sich damit einem Werk, das ihn besonders berührt: „Mich fasziniert, wie hier zwei Herzen in Mendelssohns Brust schlagen: seine jüdische und seine christliche Identität.“
Zum Abschluss gratuliert Widmann der Kölner Philharmonie mit seiner Komposition „ad absurdum“. Kölns Generalmusikdirektor Andrés Orozco-Estrada präsentiert mit dem Gürzenich-Orchester Richard Strauss’ „Also sprach Zarathustra“ und rundet damit einen besonderen Jubiläumsabend ab.
Kölner Philharmonie, Bischofsgartenstraße 1, Köln, www.kphil.de