Seit 2023 zeigt der Radical Pride Köln, dass queerer Aktivismus weder käuflich noch zahm sein muss. Als selbstorganisiertes Straßenfest aus der LGBTIQ*-Community für die Community versteht sich die Veranstaltung ganz explizit als intersektionaler, antikapitalistischer Protest.
Protest statt Regenbogenkapitalismus
Hier geht es nicht um glatte Diversitäts-Floskeln oder kommerziellen Profit, sondern um echten Klassenkampf und den Bezug zu den historischen Wurzeln von Pride – den Stonewall Riots und den Kämpfen schwarzer trans* Frauen. Das Ziel: Ein barrieresensibler Raum, der jenen Gruppen Gehör verschafft, die selbst in queeren Kreisen oft marginalisiert werden, wie mehrfach diskriminierte Personen, Sex-Arbeitende oder Menschen mit Behinderung. Staatliche Organe müssen übrigens draußen bleiben: Eine Kooperation mit der Polizei wird konsequent abgelehnt.
Wer Lust auf ein politisch unzensiertes, solidarisches Miteinander abseits der Großevents hat, sollte sich die Woche vom 13. bis 18. Juli im Kalender anstreichen. Neben dem 18. Juli mit Bühnenprogramm, Performances und Workshops auf Deutsch und Englisch lockt bereits die gesamte Vorwoche mit einem vielfältigen Begleitprogramm.
18.7., Radical Pride Köln, Ottmar-Pohl-Platz, Köln, 14–21 Uhr (Begleitprogramm 13.–17.7.), www.instagram.com/radicalpridecologne, https://radicalpridecologne.de
