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Washington DC
Der Schock in der LGBT-Community nach den US-Präsidentschaftswahlen sitzt tief. Noch ist völlig offen, wie sich das Land in Zukunft entwickeln wird. Kann und soll man trotzdem noch weiterhin in die USA reisen? Man kann! Die Prides in San Francisco, New York und überall im Land werden mit Sicherheit deutlich Position gegen die neue Regierung beziehen und können jede internationale Unterstützung gut gebrauchen. Davon sollten auch jene Regionen profitieren, die sich seit Jahren für die LGBT Community engagieren und deren Bewohner an den Wahlurnen ein meist deutliches Zeichen gegen Diskrimierung gesetzt haben. Hier unsere Top 10 Liste für Reiseziele in den USA für 2017:
WASHINGTON D.C.
92,8 Prozent der Einwohner des Districts of Columbia stimmten für Hillary Clinton. Rekord! Washington ist das Machtzentrum der amerikanischen Politik und zugleich eine Kulturmetropole ersten Ranges. Mit ihren Museen, Bibliotheken und Denkmälern ist die Geschichte der USA hier zum Greifen nah. Die schwule Szene ist mit ihren Klubs und Bars rund um den Dupont Circle einer Hauptstadt würdig. Tipp: Während der Sommerferien im August sind die klimatisierten Museen nicht von Schulklassen überfüllt. www.washington.org
PORTLAND / Oregon
Von Lonely Planet unter die 10 besten Städte gewählt, die man 2017 besuchen sollte, ist Portland auch für LGBT-Reisende einen Besuch wert. Es ist vor allem die alternative und kreative Szene, die Portland von anderen amerikanischen Städten unterscheidet. Eine fahrradfreundliche Stadtplanung, ein gutes und kostengünstiges Nahverkehrsnetz sowie leckeres Bier und Streetfood sind die Markenzeichen der knapp 600.000 Einwohner zählenden Hipster-Metropole. Als Blue State ist Oregon mit 51,7 Prozent pro Clinton fest in demokratischer Hand. Im Multnomah County, zu dem Portland gehört, stimmten 76 Prozent der Bevölkerung für Hillary Clinton. Tipp: Die Stadt erhebt keine Mehrwertsteuer und ist daher ein echtes Einkaufsparadies. www.travelportland.com
LGBT Portland
TUSCON & BISBEE / Arizona
Arizona ging zwar knapp an Donald Trump, dennoch gibt es in dem für den Grand Canyon bekannten Staat durchaus Orte, an denen sich Schwule und Lesben wohlfühlen können. Pima County, in dem die Stadt Tucson liegt, stimmte mit 54,1 Prozent für Hillary Clinton. Mit dem Saguaro Nationalpark liegt einer der schönsten amerikanischen Wüstenlandschaften nur wenige Kilometer von Tucson entfernt. Ein Paradies für Wanderer! In Tucson gibt nicht nur eine kleine schwule Szene sondern auch jede Menge Restaurants, die sich der mexikanisch-amerikanischen Fusion-Küche verschrieben haben. Noch weiter südlicher ist die alte Minenstadt Bisbee ein Hort von Hipstern, Althippies und alternativen schwul-lesbischen Community. Ein echter Geheimtipp! Tipp: Nur wenige Kilometer von Bisbee entfernt liegt die berühmte Westernstadt Tombstone, in der tagtäglich das Duell zwischen dem Revolverhelden Wyatt Earp und seinen Gegnern nachgestellt wird. www.visittucson.org
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Tombstone
Zeitreise in den Wilden Westen: Cowboys in Tombstone
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Tombstone
Täglich eine Schießerei
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Bisbee
Schwules Bed&Breakfast in Bisbee
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Bisbee
Zeitreise durch die USA: Bisbee
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Tuscon
Gay Pride in Tucson
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Tucson
Werbung für den Bisbee Pride beim Tucson Pride
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Tucson
Kakteen soweit das Auge reicht: Der Saguaro National Park bei Tucson
ST. PETERSBURG & TAMPA / Florida
Hätten jene 206.000 Wähler, die sich in Florida für den unabhängigen Kandidaten Gary Johnson entschieden haben, für Clinton gestimmt, wäre der Staat an die Demokraten gegangen. In Tampa und dem dazugehörigen Hillsborough County stimmten 51,5 Prozent für Clinton, in Saint Petersburg/Pinella County betrug der Rückstand Clintons zu Trump knappe 1,1 Prozent. Während St. Petersburg mit blendend weißen Stränden, einem Salvador Dalí Museum und Floridas größtem Gay Pride punktet, ist das auf der anderen Seite der Tampa Bay gelegene Tampa vor allem bekannt für sein schwules Nachtleben. Im historischen Stadtteil Ybor City, wo einst Zigarrenfabriken und kubanische Immigranten die Straßen prägten, feiern heute Schwule und Lesben in den Bars und Klubs von GaYbor. Tipp: Strand und Party am Wochenende, Disney, Universal und Co. unter der Woche: Ein Urlaub in St. Petersburg und Tampa lässt sich ideal mit Besuchen in den knapp 90 Minuten entfernten Themenparks von Orlando kombinieren. www.visitstpeteclearwater.com ; www.visittampabay.com
LGBT St Petersburg
SAN DIEGO / Kalifornien
Sonne, Strand und Surfer: San Diego hat all das zu bieten – und noch viel mehr. Wer am Strand von Coronado Island liegt hat gute Chancen, jungen Marinesoldaten beim Trainingslauf zuzusehen. Lohnenswert ist auf alle Fälle auch ein Abstecher in den Zoo. Ein Muss: Amerikas bekanntester FKK Strand Blacks Beach, an dessen Nordende schwule Männer in der Sonne liegen. Und am Sonntag Nachmittag geht es ins The Hole in the Wall, wo sich die Szene an Burgern und Bier labt, bevor sie in die Gay Bars im Stadtteil Hillcrest weiterzieht. Während Kalifornien mit 61,5 Prozent Clinton wählte, waren es in San Diego 56,1 Prozent. Tipp: Ab Sommer 2017 bietet Condor dreimal wöchentlich eine Nonstop-Verbindung von Frankfurt nach San Diego an. www.sandiego.org
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San Diego
Blacks Beach
DENVER / Colorado
Schwule Cowboys a la Brokeback Mountain – nicht nur während des Gay Rodeo vom 7. bis 9. Juli i trifft man in Denver auf eine ganz besondere Spezies schwuler Männer. So gibt es im Charlie’s von dienstags bis samstags um 20 Uhr kostenlosen „Country Dance“-Unterricht. Aber auch sonst hat die Stadt am Fuße der Rocky Mountains einiges zu bieten. Neben dem sehenswerten Denver Art Museum mit seiner einmaligen Sammlung indianischer Kunst lohnte ein Spaziergang durch die 2 Kilometer lange Fußgängerzone der 16th Street Mall. Und Naturliebhaber finden im 90 Minuten entfernten Rocky Mountain National Park eine grandiose Berglandschaft. Colorado ging mit 46,9 Prozent an die Demokraten, in Denver County stimmten 75,6 Prozent für Hillary Clinton. Tipp: Das Capitol Hill Mansion Bed & Breakfast überzeugt nicht nur durch seine Architektur und Nähe zur schwulen Szene sonder vor allem durch die Kochkünste des schwulen Hausherren Carl. www.denver.org
NEW ORLEANS / Louisiana
Im tiefroten Louisiana (58,1 Prozent stimmten für Trump) ist New Orleans eine Hochburg der Demokraten. 80,8 Prozent stimmten im Orleans Parish für Clinton. Bei einem Spaziergang durch das historische French Quarter sind die schwulen Bars Bourbon Pub und Oz nicht zu übersehen. Doch die repräsentieren nur einen kleinen Teil von New Orleans’ großer schwuler Szene.
Auf dem Mardi Gras und dem legendären Southern Decadence Festival feiert man bei schwülem Klima besonders exzessiv. Als eine der ältesten Städte der USA erstrahlt New Orleans nach Hurrikan Katrina längst wieder in altem Glanz und hat ein einzigartiges Flair. Tipp: Ob Gumbo, Jambalaya, Po-Boys oder Beignets – die Mischung aus Cajun- und französischer Küche ist einzigartig und für Foodies ein absolutes Muss. www.neworleansonline.com
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New Orleans
Gay Bar im French Quarter
SALT LAKE CITY / Utah
„Liberale Hauptstadt eines schwer-konservativen Staates“ – so wirbt Salt Lake City auf ihrer Website um schwul-lesbische Besucher. Und in der Tat ist die Mormonenstadt am Rande des Großen Salzsees zu einem Geheimtipp unter schwulen Amerikanern geworden. Das Magazine Advocate setzte 2016 die Metropole auf die Top-Ten-Liste der „queersten Städte der USA“, seit April 2016 wir die Stadt zudem von einer offen lesbischen Bürgermeisterin regiert. Das drückt sich auch in den Wahlergebnissen aus: Mit 45,7 Prozent sprach sich im Salt Lake County die Mehrheit für Clinton aus, im benachbarten Summit County sogar 51,2 Prozent. Tipp: Als Olympiastadt ist Salt Lake City auch für einen Winterurlaub geeignet. Vom 23. bis 26. Februar 2017 findet im benachbarten Park City die Utah Gay Ski Week statt. www.visitsaltlake.com
Foto: VisitSaltLake.com
Salt Lake City
Utah Pride in Salt Lake City
BOSTON / Massachusetts
60,8 Prozent der Bewohner von Massachusetts wählten Hillary Clinton und hätten gerne eine Frau als Präsidentin gesehen. In Boston liegt einem die Geschichte buchstäblich zu Füßen. Die rote Linie des gut vier Kilometer langen Freedom Trails führt zu 16 historischen Sehenswürdigkeiten vom Stadtzentrum zum Bunker Hill Monument. Nicht dabei: das Rathaus von Boston, in dem 2004 die erste gleichgeschlechtliche Ehe der USA geschlossen wurde. Mit Harvard und dem Massachusetts Institute of Technology (MIT) im benachbarten Cambridge ist Bostons Szene vor allem studentisch geprägt. Von Boston aus sind es 90 Minuten mit der Fähre ins schwule Urlaubsparadies Provincetown, das für seine Strände und dem legendären Tea Dance im Boatslip Resort bekannt ist. Tipp: Etwa 90 Autominuten nördlich von Boston liegt das ebenfalls unter Schwulen beliebte Örtchen Ogunquit, das mit einem kilometerlangen breiten Sandstrand eine günstigere Alternative zu Provincetown ist. www.massvacation.com
Foto: Massachusetts Office of Tourism / Kyle Klein
Boston
Blick auf Boston
SEATTLE / Washington
Boeing, Amazon, Microsoft, Starbucks – vier Ikonen der amerikanischen Wirtschaft prägen die Metropole an des US-Westküste und sorgen für entsprechend kreativen Input. Dieser spiegelt sich sowohl in der heterosexuellen Klub- und Kunstszene als auch im schwulen Nachtleben wider. Dieses konzentriert sich vor allem im Stadtteil Capitol Hill mit etlichen Bars für alle Altersklassen und Vorlieben. Eingerahmt von Pazifik und dem Vulkankegel des Mount Rainer sollte man bei gutem Wetter auf keinen Fall den Besuch der Space Needle, dem 185 hohen Wahrzeichen der Stadt, verpassen. Es ist kein Wunder, dass Washington State fest in demokratischer Hand ist: 55,6 Prozent stimmten für Clinton, in Seattle und dem dazugehörigen King County waren es 73,7 Prozent. Tipp: Jeweils im Juni findet die kuriose Freemont Solstice Parade statt. An deren Beginn radeln etwa 1500 komplett nackte, nur mit Body Paintings bemalte Teilnehmer durch die Stadt. www.visitseattle.org
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Seattle
Beliebter Szenentreffpunkt in Seattle: das R Place
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Seattle
Die Skyline von Seattle mit der Space Needle (links)
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Seattle
Nackt auf dem Rad: Teilnehmer der Freemont Solstice Parade
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Seattle
Pike Place Market
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Seattle
Meeresfrüchte auf dem Pike Place Market
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Seattle
Filiale Nummer Eins: Starbucks am Pike Place Market
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Seattle
Ebenfalls sehenswert: das Seattle Aquarium
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Seattle
Dragshow im R Place
