Foto: LOQI.eu
© Keith Haring Foundation. Licensed by Artestar, New York
„The Barking Dog“, „The Heart“ und natürlich der Klassiker „Love“ – drei Pop-Art-Motive, die sich weltweit ins kollektive Gedächtnis eingeschlichen haben. Oder eher: sich hineingetanzt, denn Keith Haring liebte Klubs und Künstler*innen wie die Studio-54-Legende Grace Jones. Diese drei Motive stehen im Mittelpunkt der brandneuen Kollektion von LOQI.
Keith Haring (1958–1990) ist längst zur Ikone geronnen. Neben Andy Warhol und Roy Lichtenstein steht sein Name für Pop-Art, für Wiedererkennbarkeit, für globale Verbreitung. Und doch beginnt genau hier das Missverständnis. Denn Harings Kunst war nie bloß Dekoration, nie reines Spiel mit Form und Farbe. Sie entstand aus dem Lärm der Straße, aus der Dringlichkeit politischer Gegenwart und aus dem Bedürfnis, Öffentlichkeit herzustellen.
Die fröhlichen Figuren, die tanzenden Körper, die klaren Linien: Sie tarnen eine Kunst des Widerspruchs. Haring malte gegen Atomwaffen, gegen die Stigmatisierung von Aids-Infizierten, gegen die Logik eines entfesselten Kapitalismus. Seine Nähe zur Popkultur – zu Klubs, zu Musik, zu Persönlichkeiten wie Madonna oder eingangs erwähnter Grace Jones – war kein Zufall, sondern Freundschaft und auch Strategie. Reichweite bedeutete Wirkung.
Dass seine Bildsprache heute allgegenwärtig ist, besonders in der Werbung, wirkt wie die letzte Volte dieser Geschichte. Aus Protest wurde Stil, aus Haltung Oberfläche. Und doch bleibt die Frage, ob sich die Radikalität seiner Kunst wirklich vereinnahmen lässt – oder ob sie nicht gerade dort, wo sie am gefälligsten erscheint, weiterhin stört. Seine Kunst ist nun Teil der neuen LOQI-Kollektion, es hätte ihm gefallen.
Wir sind auch auf Instagram:

