Foto: C. Warneke
Museum Schloss Fürstenberg
Erotik steckt nicht nur im Gegenstand. Manchmal beginnt sie schon beim Material. Im Ausstellungsbereich „Materialerotik“ geht es deshalb um die sinnliche Seite des Porzellans – und um die Frage, was passiert, wenn aus dem einstigen Statussymbol plötzlich ein ziemlich intimes Designobjekt wird.
Ein spannendes Beispiel ist porzelina® von Designerin Alina Eynck. Seit 2014 fertigt sie handgemachte Sextoys aus Porzellan und bringt dafür zwei Welten zusammen, die auf den ersten Blick nicht recht zusammenpassen wollen: traditionelle Manufaktur und zeitgenössisches Sex-Design. Doch genau darin liegt der Reiz.
Was früher in Vitrinen stand, landet hier in der Hand. Und plötzlich wird aus dem vermeintlich kühlen, edlen Material etwas ausgesprochen Körperliches. Die Arbeiten von porzelina® zeigen, dass Porzellan weit mehr kann, als festlich auf der Tafel zu glänzen: Es kann berühren, überraschen und durchaus Lust machen. Die Sonderausstellung „Der edle Akt. Porzellan und Erotik“ im Museum Schloss Fürstenberg zeigt noch bis zum 20. Dezember ausgewählte Arbeiten und Prototypen von porzelina®. www.fuerstenberg-schloss.com
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