Rassismus endet nicht an der Klubtür, er fängt dort oft an. In Dating-Apps, in Sprüchen, die als Vorliebe firmieren, in der Frage, wer auf den Plakaten der Community zu sehen ist.
Wie sieht das konkret aus?
Abweisung an der Tür ohne Begründung. Profiltexte, die Herkunft ausschließen und das als Geschmack ausgeben. Veranstaltungen, deren Bühnen und Plakate durchgehend weiß sind. Und die Erwartung, sich für zwei Zugehörigkeiten gleichzeitig erklären zu müssen.
Was heißt Mehrfachdiskriminierung?
Dass sich Erfahrungen nicht addieren, sondern verändern. Wer queer und rassistisch markiert ist, wird nicht zweimal ausgeschlossen, sondern anders – und findet in beiden Räumen jeweils nur das halbe Verständnis.
Und die Debatten in der Szene?
Sie sind unbequem, weil sie nach Macht innerhalb der Community fragen: Wer verteilt Fördergelder, wer spricht auf Bühnen, wessen Anliegen gilt als das der Community. Wir führen sie, statt sie zu glätten.
Auch dazu: Diskriminierung, LGBTIQ*, Gesellschaft, CSD / Pride

