In der Welt des Profisports gibt es Momente, die über das rein Athletische hinausgehen und gesellschaftliche Relevanz entfalten. Die Olympischen Winterspiele in Mailand-Cortina lieferten in dieser Woche genau ein solches Szenario.
Kurz vor dem mit Spannung erwarteten Finale gegen Kanada ging US-Eishockeyspielerin Hilary Knight vor ihrer langjährigen Partnerin, der Eisschnellläuferin Brittany Bowe, auf die Knie und hielt um ihre Hand an. Ein auf Instagram veröffentlichtes Video zeigt den Antrag bei strahlendem Sonnenschein in Italien. „Die Olympischen Spiele haben uns zusammengebracht. Diese hier haben uns für immer verbunden“, schrieb Knight.
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Kennengelernt haben sich die beiden 2018 bei den Winterspielen in Pyeongchang. Richtig näher kamen sie sich jedoch erst vier Jahre später in Peking. Die strengen Corona-Protokolle sorgten damals dafür, dass kaum Familie oder Fans vor Ort waren – dafür blieb umso mehr Zeit füreinander. Spaziergänge mit Abstand, intensive Gespräche, eine Verbindung, die wuchs. „Wir haben uns in Peking erst richtig kennengelernt – und seitdem sind wir praktisch unzertrennlich“, sagte Bowe rückblickend.
Sportlicher Höhepunkt: Gold gegen Kanada
Beseelt von dem privaten Glück trat Hilary Knight zum Finale gegen Kanada an. In einer gewohnt hart umkämpften Partie setzten sich die USA durch, womit Knight ihre insgesamt fünfte olympische Medaille und ihr zweites Gold gewann. Bowe, zweimalige Olympia-Bronzemedaillengewinnerin, verlässt Italien zwar ohne weiteres Edelmetall, aber mit einem Ring am Finger. Für beide Athletinnen markieren die Spiele in Italien den Abschluss ihrer aktiven Karrieren.
Foto: Julien de Rosa / AFP
Hilary Knight (Mitte) während der Siegerehrung im Frauen-Eishockeyturnier in der Milano Santagiulia Eishockeyarena bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand-Cortina am 19. Februar.