Historischer Meilenstein bei der Fußball-WM der Männer: Die US-Amerikanerin Brooke Mayo stand als erste offen lesbische Schiedsrichter-Assistentin auf dem Platz – in einem rein weiblichen Team. Zusammen mit Hauptschiedsrichterin Tori Penso und Assistentin Kathryn Nesbitt bewies Mayo an der Seitenlinie, dass Kompetenz keine Frage des Geschlechts oder der sexuellen Orientierung ist.
Bei der Fußball-WM der Männer ist schon jetzt ein Stück Sportgeschichte geschrieben worden – nicht durch ein Tor, sondern an der Seitenlinie.
Beim Gruppenspiel zwischen Tschechien und Südafrika am 18. Juni im Mercedes-Benz Stadium in Atlanta stand die 37-jährige US-Amerikanerin Brooke Mayo als Schiedsrichter-Assistentin auf dem Platz. Ihr Einsatz gilt als historisch: Mayo ist die erste offen lesbische Schiedsrichter-Assistentin, die bei einer Männer-WM zum Einsatz kam.
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Auch das Team um sie herum schrieb Geschichte. Gemeinsam mit Hauptschiedsrichterin Tori Penso und Assistentin Kathryn Nesbitt bildete Mayo ein rein weibliches US-Schiedsrichterteam. Für Penso war es ebenfalls ein besonderer Moment: Sie ist die erste US-Amerikanerin, die ein Spiel bei einer Männer-WM leitete. Penso, Mayo und Nesbitt hatten bereits beim Finale der Frauen-WM 2023 zusammengearbeitet – nun folgte der nächste große Auftritt auf der Weltbühne des Fußballs.
Sichtbarkeit auf der größten Fußballbühne
Mayo ist im internationalen Fußball längst keine Unbekannte. Sie war bereits bei der Frauen-WM, bei den Olympischen Spielen und in der Major League Soccer im Einsatz. Anfang des Jahres wurde sie zudem als „Female Referee of the Year“ von U.S. Soccer ausgezeichnet.
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Doch ihr Auftritt bei der Männer-WM hat auch über den Sport hinaus Bedeutung. In einem früheren Blog-Beitrag zum Pride Month schrieb Mayo offen über das Spannungsfeld zwischen Sichtbarkeit und Sicherheit. Als LGBTIQ*-Person aufzuwachsen, bedeute oft, in jedem neuen Umfeld neu abwägen zu müssen, wie offen man sein könne. Gleichzeitig beschrieb sie den Fußballplatz als einen Ort, an dem sie besonders viel Unterstützung erfahren habe.
Eine WM-Liebesgeschichte mit Umweg über Australien
Zu Mayos Geschichte gehört auch ihre Ehefrau Falon. Schon bei der Frauen-WM 2023 war sie an ihrer Seite – zumindest so gut das bei einem Turnier auf der anderen Seite der Welt möglich war. Als Mayo damals zunächst in der Gruppenphase zum Einsatz kam, reiste Falon nach Australien und Neuseeland. Später wurde Mayo für das Halbfinale angesetzt – also flog Falon erneut. Und als Mayo schließlich auch noch für das Finale nominiert wurde, halfen Kolleg*innen aus der MLS-Schiedsrichter*innen-Community mit, damit Falon ein drittes Mal nach Sydney reisen konnte.
Auch beim historischen Einsatz am 18. Juni in Atlanta war Falon laut Outsports wieder dabei. Aus einer sportlichen Karrieregeschichte wird damit auch eine Geschichte über Rückhalt, Liebe und darüber, wie viel unsichtbare Unterstützung hinter einem Moment auf dem Rasen steckt.
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