Offen queere Athlet*innen waren bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand und Cortina so erfolgreich wie nie zuvor. „Team LGBTIQ*“ gewann insgesamt elf Medaillen – fünfmal Gold, zweimal Silber und viermal Bronze.
Die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina d'Ampezzo markieren einen historischen Wendepunkt für die Sichtbarkeit und den Erfolg queerer Athletinnen. Nach einer aktuellen Auswertung des Sportportals Outsports konnte das Team LGBTIQ* so viele Medaillen gewinnen wie nie zuvor.
Ein Medaillenspiegel der Superlative
Das Team bestand aus gerade einmal 49 Sportler*innen. Zum Vergleich: Die USA schickten 233 Leute ins Rennen, Kanada 210, Deutschland 188. Und trotzdem landete das „Team Regenbogen“ im fiktiven Medaillenspiegel auf einem bärenstarken 13. Platz.
Insgesamt 11 Medaillen erkämpften sich die 49 offen queeren Athlet*innen bei diesen Spielen. Damit ließen sie Sportnationen wie Südkorea, Australien und Großbritannien hinter sich und landeten nur knapp hinter Deutschland.
Die Bilanz im Detail: Gold: 5, Silber: 2, Bronze: 4
Besonders beeindruckend: Fast 37 Prozent der Teammitglieder (19 Athlet*innen) kehrten mit Edelmetall nach Hause zurück. Im Vergleich zu den Spielen in Pyeongchang vor vier Jahren, als man vier Goldmedaillen und insgesamt neun Podestplätze erreichte, bedeutet dies eine deutliche Steigerung.
Die Gesichter des Erfolgs
Foto: Julien de Rosa / AFP
Kendall Coyne und Hilary Knight (US-Eishockey-Team)
Frauen waren die treibende Kraft hinter diesem Rekordergebnis und sicherten dem Team fast alle Medaillen, während die Männer jeweils einmal Gold, Silber und Bronze beisteuerten. Zu den herausragenden Gold-Gewinner*innen zählen:
Guillaume Cizeron: Der französische Eiskunstläufer glänzte erneut auf dem Eis.
Mathilde Gremaud: Die Schweizerin sicherte sich den Sieg im Slopestyle.
US-Eishockeyfrauen: Unter Beteiligung der queeren Spielerinnen Cayla Barnes, Hilary Knight und Alex Carpenter holte das Team USA Gold.
Amber Glenn: Trotz eines Patzers im Einzelwettbewerb gewann sie mit dem US-Team Gold im Eiskunstlaufen.
Breezy Johnson: Die US-Skifahrerin triumphierte in der Abfahrt.
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Politik im Pulverschnee
Abseits der Pisten sorgte der britisch-amerikanische Skifahrer Gus Kenworthy für Schlagzeilen. Mit einer provokanten Botschaft gegen die US-Regierung („Fuck ICE“), die er mit Urin in den Schnee schrieb, zog er massive Kritik und sogar Morddrohungen auf sich (männer* berichtete). Sportlich blieb ihm die Krönung seiner Karriere verwehrt; im Freeski-Halfpipe-Finale belegte der 34-Jährige den sechsten Platz.
Foto: Roy Rochlin / Getty Images North America / Getty Images via AFP
Gus Kenworthy