Foto: Neue Visionen Filmverleih
CHOPIN
Paris, 1835, die Zeit nach der Julimonarchie: Der Komponist ist 25 Jahre alt, Liebling der Pariser Gesellschaft um König Louis-Philippe I. und ein Pianist, der nicht mit Pathos überwältigt, sondern mit feinster Nuancierung berührt.
Europa befindet sich damals im Umbruch, und in den Salons der französischen Hauptstadt wird ein junger Pole gefeiert, dessen Musik leiser ist als die seiner Zeitgenossen. Und gerade deshalb umso eindringlicher. Doch hinter seinem Erfolg verbirgt sich eine zunehmend fragile Existenz. Die Sehnsucht nach seiner verlorenen Heimat Polen, seine angeschlagene Gesundheit und eine tiefe Melancholie prägen sein Schaffen ebenso wie seine unverwechselbare musikalische Sprache. Als Chopin der Schriftstellerin George Sand begegnet, trifft er auf eine ebenso unabhängige wie kompromisslose Frau. Ihre Beziehung ** wird zur Quelle großer Inspiration, aber auch persönlicher Erschütterungen.
Während sein Körper zunehmend an Kraft verliert, gewinnt seine Musik an Ausdruck. In den späten Nocturnes und Klaviersonaten verdichten sich Sehnsucht, Verletzlichkeit und künstlerische Radikalität zu einem Werk, das weit über seine Epoche hinausweist. Der Film „Chopin – Eine Sonate in Paris“ zeichnet das Porträt eines Künstlers, dessen Leben zwischen gesellschaftlichem Glanz und innerer Zerrissenheit oszilliert. Der aufwendig ausgestattete Spielfilm nähert sich dem Komponisten nicht als unnahbarem Genie, sondern als Menschen voller Widersprüche. Erik Kulm verkörpert Chopin mit großer Sensibilität und macht eine Zeit lebendig, in der Musik, Liebe und politischer Aufbruch untrennbar miteinander verwoben waren. Der Kinostart ist am 22. Oktober.
** Seine Sexualität ist nicht geklärt.
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