Bild: @st.studiostefanteske / Stefan Zéphyr Teske
Anschlag auf den Berliner CSD sowie das zunehmend von Gewalt, Anfeindungen und gesellschaftlicher Polarisierung geprägte Klima gegenüber der queeren Community waren für den Künstler Stefan Teske Anlass, seine künstlerische Arbeit mit einem konkreten Zeichen der Solidarität zu verbinden. Seine Initiative begreift Kunst nicht allein als ästhetisches Objekt oder Ausdruck individueller Kreativität, sondern als gesellschaftliche Geste.
„Nach dem CSD und dem Anschlag auf unsere Community sitzt der Schmerz tief – aber genauso tief sitzt der Wille, nicht zu schweigen“, so der Künstler Stefan Teske. „Als queerer Künstler, ausgestellt bei der Berliner Galerie Newman, glaube ich: Wenn Angst laut wird, muss Haltung lauter sein. Deshalb spende ich bis Ende des Jahres einen Anteil der Erlöse aus dem Verkauf meiner Zeichnungen an eine queere Berliner Einrichtung – aus Kunst wird so ein Stück gelebte Solidarität, sichtbar, spürbar, echt.“
Aus diesem Gedanken heraus entsteht eine Solidaritätsaktion: Von August bis Dezember – mit der Option auf Verlängerung – fließt ein Teil der Erlöse aus dem Verkauf von Teskes Zeichnungen an eine queere Berliner Einrichtung. Jeder Erwerb einer Arbeit wird so zugleich zu einer unmittelbaren Unterstützung jener Institutionen, die sich täglich für Sichtbarkeit, Schutz und Teilhabe queerer Menschen einsetzen. Eine Zeichnung kann mehr sein als ein Bild an der Wand: Sie kann Haltung vermitteln, Gespräche anstoßen und Verbundenheit stiften. In einer Zeit, in der queeres Leben wieder verstärkt unter Druck gerät, wird jeder Verkauf zu einem Zeichen der Solidarität. So verwandelt sich künstlerisches Schaffen in konkretes Handeln – und aus einer Zeichnung entsteht ein Beitrag zu einer offenen, vielfältigen und demokratischen Gesellschaft. www.stefanteske.com
Bild: @st.studiostefanteske / Stefan Zéphyr Teske
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