Foto: © Troy Locke
Bevor eine Kamera auf ihn gerichtet war, lebte er in einer Kleinstadt im Mittleren Westen der USA, absolvierte mehrere Studiengänge und arbeitete im Bildungsbereich. Ein Leben, das lange davon geprägt war, es anderen recht zu machen. Irgendwann merkte Locke jedoch, dass dieser Weg nicht mehr zu ihm passte, wie er Anthony Valenti im Interview verrät.
„Ich bin damit aufgewachsen, alles richtig zu machen“, erzählt Locke. „Ich war gehorsam und pflichtbewusst, ging aufs College, machte mehrere Abschlüsse und arbeitete im Bildungsbereich. Irgendwann wurde mir klar, dass ich meine Freiheit gegen Anerkennung eingetauscht hatte.“
Er zog die Konsequenzen, stellte sein bisheriges Leben auf den Kopf und begann, seine eigenen Wünsche und seine Sexualität stärker zu erkunden. Mit „Caged Meat“ veröffentlicht Locke nun sein erstes BDSM-Projekt und zugleich seinen Einstand bei kinkmen.com. An seiner Seite steht Marco Napoli, den Locke bereits seit mehreren Jahren kennt und mit dem ihn auch außerhalb der Kamera eine Freundschaft verbindet. Für Troy Locke schließt sich damit ein Kreis. „Kink war von Anfang an Teil meiner Sexualität“, sagt er. „Ich wusste, dass ich auf Leder und Bondage stehe, bevor ich überhaupt wusste, dass ich schwul bin.“ kinkmen.com habe für ihn dabei schon früh eine besondere Bedeutung gehabt. „Ich erinnere mich daran, als ich die Seite zum ersten Mal entdeckt habe und feststellte, dass ich gar nicht so allein bin, wie ich gedacht hatte. Die Möglichkeit, jetzt mit ihnen zu arbeiten, fühlt sich deshalb wie ein echter Kreis an, der sich schließt.“
Dass Troy Locke und Marco Napoli bereits miteinander vertraut waren, spielte auch bei den Vorbereitungen zu „Caged Meat“ eine wichtige Rolle. Vor dem Dreh wurden Grenzen und Safewords festgelegt. „Marco und ich kennen uns schon seit ein paar Jahren, deshalb gab es bereits eine Vertrauensbasis, auf der wir aufbauen konnten“, erklärt Locke. „Bevor wir gedreht haben, haben wir unsere Grenzen und Safewords ganz offiziell miteinander besprochen.“ Eine klassische Probe habe es dagegen nicht gegeben. „Wir haben nicht geprobt. Wir sind direkt eingestiegen. Alles, was man auf dem Bildschirm sieht, ist die natürliche Dynamik, die sich während der Session entwickelt hat.“ Für die Sicherheit am Set kam das bekannte Ampelsystem zum Einsatz. „Rot“ bedeutete dabei den sofortigen Abbruch, während „Gelb“ beziehungsweise „Mercy“ eine Pause und einen gemeinsamen Check-in einleitete.
Was viele Fans vermutlich nicht erwarten würden: Abseits der Kamera präsentiert sich Locke deutlich weniger wild. „Ich bin ein ziemliches Klischee aus dem Mittleren Westen“, erzählt er. „Ich spiele gern Gitarre auf der Veranda – mit meinen beiden Katzen.“ Und dann gibt es da noch ein weiteres Haustier, wie Locke mit einem Augenzwinkern ergänzt: „Ich habe außerdem noch ein anderes Haustier … einen Sklaven beziehungsweise Diener, der bei mir lebt.“ Sympathisch. kinkmen.com
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