Foto: M. Rädel
Der Tegernsee ist mehr als eine Postkartenidylle. Er ist ein Versprechen – von Natur, Stille und Lebensfreude. Ein Ort, an dem die Seele aufatmet und man unwillkürlich denkt: Wie schön die Welt doch sein kann.
Eingebettet in die majestätische Kulisse der Alpen, liegt er da, von einer fast unwirklichen Schönheit: sein Wasser klar und kühl, die Wälder satt und dunkelgrün, darüber die Berge, die sich wie eine schützende Umarmung um den See legen. Es gibt Orte, die scheinen eigens dafür geschaffen, den Menschen für einen Augenblick aus der Welt zu entführen. Der Tegernsee ist ein solcher Ort.
Schon der (schwule) Schriftsteller Thomas Mann (1875 – 1955) ** wusste die besondere Atmosphäre dieser Landschaft zu schätzen. Und tatsächlich: Hier scheint die Zeit einen anderen Rhythmus anzunehmen. Das Licht spielt auf der Wasseroberfläche, die Luft duftet nach Wald und Freiheit, und zwischen Uferwegen und alten Bäumen stellt sich jene seltene Ruhe ein, nach der man sich im Alltag so oft sehnt. Wer hin möchte, muss gar nicht lange reisen: Von München aus ist man mit dem Zug in etwa einer Stunde am Tegernsee – und schon mittendrin in einer Bilderbuchlandschaft!
** Thomas Mann zählt zu den bedeutendsten deutschsprachigen Schriftstellern des 20. Jahrhunderts. 1875 in Lübeck geboren, wurde er mit Büchern wie „Buddenbrooks: Verfall einer Familie“, „Der Zauberberg“, „Herr und Hund“ ***, „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ sowie „Der Tod in Venedig“ weltberühmt. 1929 erhielt er den Nobelpreis für Literatur.
*** Dieses Buch entstand am Tegernsee. Inspiration fand Thomas Mann in seiner unmittelbaren Umgebung: in seinem Familienhund Bauschan, der ihm besonders ans Herz gewachsen war, ebenso wie in den ausgedehnten Wanderungen durch die herrliche Berglandschaft – unter anderem auf den Hirschberg. Die Natur, die Wälder und die alpine Umgebung wurden so zu wichtigen Impulsgebern seines literarischen Schaffens. www.mein-tegernsee.de
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